Montag 13. Juni (Pfingstmontag)
Nach mal wieder Aktenarbeit fahre ich in die BuGa Geschäftsstelle und nehme an einer „Kassensturz“-Besprechung teil. Manche machen sich sorgen, dass wir trotz der bislang hervorragenden Besucherzahlen wegen der vielen Dauerkartennutzer nicht auf unsere kalkulierten Einnahmen kämen. Die erste Zweimonats-Rechnung zeigt, dass kein Grund zur Sorge besteht.
Zusammen mit BuGa-Geschäftsführer Hanspeter Faas geht es zu einer zweistündigen BuGa-Inspektion. Das machen wir zusammen häufiger an den Wochenenden, um immer wieder nach dem Rechten, Verbesserungsnotwendigkeiten zu sehen. Mit den roten „Das ist unser Sommer 2011“- Jacken ist man auch sofort als Ansprechpartner erkennbar für Besucherfragen. So kommen wir auch an einigen Bühnendarbietungen und Gruppen-Führungen vorbei und nutzen die Gelegenheit für ein kurzes Grußwort, was bei den BuGa-Gästen herzliche Resonanz findet.

Dienstag 14. Juni
Wegen Pfingsten ist die Wochenstruktur etwas anders als üblich: Nach kurzer Planungsrunde habe ich morgens Ältestenrat und anschließend Stadtvorstand. Mittags steht ein besonderer Termin an: Vor dem Festungspark begrüßen wir den 1.050.000sten Besucher! Die runde Million hatten wir bereits am Samstag bei unserem Rekordtag mit 35.000 Besuchern überschritten. In meiner Rede vor der Presse versuche ich Erklärungen für den bisher bemerkenswerten Erfolg der BuGa zu finden. Weil die positive, offene Stimmung in der Stadt für die BuGa von vielen BuGa-Gästen hervorgehoben wird. So widme ich auch meine JoHo-Schängel-Kolumne, die anderntags erscheint, diesem Thema – ein BuGa-Feedback der vielen, hieran interessierten Koblenzerinnen und Koblenzer.
Nach Rathausarbeiten empfange ich im Rathaus die Vorhut ehemaliger Kolleginnen/Kollegen aus meiner Bonner Dienstzeit und mache mit ihnen eine BuGa-Kurz Tour. Sie wollen mit einer größeren Bonner-Gruppe in Kürze wiederkommen.
Danach geht es zurück ins Büro, um die umfangreichen Tagesakten (digital und analog) zu bearbeiten.

Mittwoch 15. Juni
Nach einer internen Bürobesprechung habe ich meinen ersten, zukünftig wöchentlichen Jour fixe Termin mit den leitenden Mitarbeitenden der neu eingesetzten Haushaltsstrukturkommission.
Dann geht es hoch nach Remstecken, um als Umweltdezernent bei den Waldjugendspielen rein zu schauen. Unten am Bahnhofsplatz, wo sich unser Bauamt befindet, stelle ich mit dem Baudezernenten Prümm gemeinsam den „Masterplan Brücken“ für Koblenz in einer Pressekonferenz vor. Hier geht es um 165 Millionen Euro Brückensanierungen in den nächsten zehn Jahren, für den Kämmerer ein Zentralprojekt, das wohl vorbereitet sein musste mit einer längeren Planungsphase.
Zurück im Rathaus habe ich ein Arbeitsgespräch mit EVM-Vorstand Jöhl, um sodann auf die Schmittenhöhe zu fahren. Hier haben wir heute eine auswärtige Sitzung des Umweltausschusses des Stadtrates, den ich leite. Wir durchstreifen mit Planwagen und zu Fuß das Gelände und machen uns ein Bild von den phantastischen Renaturierungsarbeiten.
Es bleibt zwischendurch nur wenig Zeit für das Büro im Rathaus, weil ich bei der Sparkasse erwartet werde, um die Förderungen 2011 der Koblenzer Sportstiftung zu übergeben. Lange halte ich mich beim anschließenden Empfang nicht auf, denn im Rathaus warten noch die Tagesakten auf Bearbeitung. Um 21.00 Uhr eröffne ich zusammen mit Ratsherrn Manfred Gniffke das Restaurant am Jesuitenplatz, das nun auf den schönen Namen „Mein Koblenz“ hört.

Donnerstag 16. Juni
Nach Planungsrunde und BuGa-Jour fixe stehen jede Menge interne Vorbesprechungen zur Sitzung des Stadtrates an. Ich unterbreche diese Besprechungen nur kurz, um auf Bitte zusammen mit TuS-Präsident Prof. Dr. Werner Hecker im TuS-Zelt für die Presse einen aktuellen Lagebericht zu geben. Ich unterstreiche dabei die städtischen Anstrengungen zur Rettung der TuS wenigstens in Liga Vier (halbierte Stadionmiete, Stundung der Außenstände, Fortführung des Sponsorings durch den „Konzern Koblenz“).
Dann geht es aber wieder rasch zurück ins Rathaus, wo ich die Stadtratssitzung leite, die diesmal fünfeinhalb Stunden dauert. Es wird eine Reihe wichtiger Entscheidungen getroffen, über die ich mich für Koblenz freue. Dazu gehört die rückwirkende Erhöhung der Gewerbesteuer, die uns 2,9 Millionen Euro beginnend mit dem Jahr 2011 einbringen wird. In der nicht öffentlichen Sitzung gibt es endlich eine Mehrheit für einen neuen Chef der Koblenz-Touristik und der Stadtrat stimmt unserem Controlling Konzept für das Projekt Zentralplatz zu.
So widme ich mich anschließend meinen Tagesakten und beschließe den Tag mit der Geburtstagsfeier „30 Jahre Café Hahn“.

Freitag 17. Juni
Nach der Presselage habe ich, wie jeden Freitag, zusammen mit dem Bau- und dem Kulturdezernenten und den leitenden Mitarbeitern meinen Zentralplatz Jour fixe. Anschließend treffe ich mich mit dem neuen Vizepräsidenten der SGD-Nord David Langner zu einem Arbeitsgespräch.
Sodann geht es zusammen mit der Bürgermeisterin ins Schloss, wo ich auf Einladung eine Begrüßungsrede zum Bundeskongress der Gartenfreude zum Thema „Zukunft Garten“ halte. Nach einem Kurzaufenthalt im Rathaus geht es dann wiederum zur BuGa zum Blumenhof wegen einer Rede über die Koblenzer BuGa, wo eine große Gruppe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vergangener und zukünftiger Bundesgartenschauen weilt.
Danach geht es zügig auf die Karthause ins Bundesarchiv. Dort habe ich es übernommen, die Laudatio zum neuen Buch von Fritz Franzen über den Gewerkschafter Carl Vollmershaus zu halten.
Danach geht es zur Aktenarbeit zurück ins Rathaus und zwischendurch Umziehen für einen ganz besonderen Termin: Gemeinsam mit der Bürgermeisterin und dem Kulturdezernenten starte ich beim diesjährigen Münz-Firmenlauf mit unserem 60köpfigen Stadtverwaltungsteam. Detlef Knopp schafft die fünf Kilometer in 27 Minuten, die Bürgermeisterin in 31 Minuten und ich bin mit meinem 34 Minuten auch ganz zufrieden. 13.000 Aktive waren am Start, ein einzigartiges Event. Hat richtig Spaß gemacht.

Samstag 18. Juni
Morgens werde ich bereits wieder im Rathaus zu einem Empfang der 40 Lions-Gäste aus der Vulkaneifel erwartet, angeführt von einem früheren Mitarbeiter aus dem Kultusministerium, die anschließend die BuGa besuchen.
Um 11 Uhr erwarte ich auf dem Jesuitenplatz sodann eine ganz besondere Gäste-Gruppe: Am Vortag und Samstag haben wir insgesamt 2.000 Gäste aus Düren. Als ich dem Landrat für diese tolle Mobilisierung herzlich danke, sagt er mir: Die Nachfrage hätte auch für 5.000 Karten gereicht!
Dann geht es zur BUGA ins Schloss. Ich begrüße auf der Schlosstreppe eine Gruppe von Bürgermeister Fred Pretz aus Vallendar. Anschließend bin ich mit dem Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth Dr. Michael Hohl im Schloss-Restaurant verabredet. Er informiert sich über die BUGA, weil er selbst im Jahr 2016 eine Landesgartenschau ausrichtet. Er ist als „alter“ Lahnsteiner zugleich auf Familienbesuch, sehr sympathisch. Im Rausgehen stoße ich zufällig auf eine Gäste-Gruppe aus Marburg, meiner früheren Heimatstadt, in der ich Abitur gemacht und studiert habe. „Ehrensache“, die Gruppe zu begrüßen und ihr auch die Vinothek im Schloss zu zeigen.
Zwischen Aktenarbeit im Rathaus geht es weiter nach Moselweiß, wo ich das von den Hobbygärtnern und -gärtnerinnen veranstaltete Erdbeerfest eröffne.
Sodann sieht mich das Schloss wieder, weil wir Gäste aus Köln („Kölsche Funken“) haben, die von Manfred Gniffke geführt und von mir begrüßt werden.
Am Abend habe ich die Festrede zum 20. Geburtstag des Lions Clubs Koblenz Rhein-Mosel übernommen, was in schöner Festatmosphäre im Contel Hotel in Rauental stattfindet. Ich gehe gern zu den Lions, weil sie sich sehr für Koblenz engagieren.

Sonntag 19. Juni
Bereits morgens geht es über den Felsenweg hoch zur Festung Ehrenbreitstein, wo wir aber überrascht feststellen, dass die Schranke uns an der Auffahrt hindert. So nehme ich also die zeitaufwendigere Seilbahn, die noch nicht so stark frequentiert ist und  schaffe es so gerade noch pünktlich um 10 Uhr auf der Landesbühne, um das erwünschte Grußwort bei der Veranstaltung des Bundesverbands der Gartenfreunde zu halten. Dort freue ich mich auch darüber, erneut den Parlamentarischen Staatssekretär beim  Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Peter Bleser begrüßen zu können, den die BuGa auch häufiger nach Koblenz führt.
Ich muss mich sputen, dass ich mit der Seilbahn wieder runter komme, denn um 11 Uhr haben wir einen wichtigen Termin im historischen Rathaussaal: Preisverleihung des Altstadtpreises des Koblenzer Bürger- und Verkehrsvereins, wo ich die Begrüßungsrede halte. Die Bürgermeisterin hält eine sehr erfrischende Laudatio auf die Preisträgerin Susanne Hermans, die CDU-Landtagsabgeordnete über 30 Jahre und a.D. Vizepräsidentin des rheinland-pfälzischen Landtags, deren engagiertes Wirken für die Sozialpolitik in allen politischen Lagern sehr respektiert wird. Beim anschließenden Empfang gibt es viele Möglichkeiten zu Einzelgesprächen.
Zu Hause erledige ich meine digitalen Akten, bevor ich mich mit dem Motorroller auf den Weg hoch zur Festung Fort Konstantin mache. Dort besuche ich mit einer kleinen Rede die Eröffnung der Präsentation des diesjährigen Workshops der Jugendkunstwerkstatt. 62 Jugendliche aus dem Land Rheinland-Pfalz haben dieses Wochenende unter der Betreuung von sechs landesweiten Künstlern/-innen bemerkenswerte Kunstwerke geschaffen. Ich bin über die Ergebnisse beeindruckt und freue mich jetzt schon auf die entsprechende Ausstellung im Ludwig Museum zum Jahresbeginn 2012.
Die neuesten Zahlen über die Tagesgäste der BUGA zeigen mir, dass sich all die Anstrengungen der letzten Monate gelohnt haben, denn an diesem witterungsunbeständigen, teilweise regnerischen Tag haben wir erneut über 16.000 BuGa-Gäste und damit die insgesamt zweitbeste Besucherwoche abgeschlossen mit mittlerweile über 1.160.000 BuGa-Gästen. Das motiviert für die weitere Arbeit …

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