Gästebuch

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Myriam Bernardi (NR. 2380) schrieb am 15. September 2014 um 22:15:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
am Wochenende erst nutzte ich von Güls kommend, wo ich wohne, die Layer Fähre, um nach Hünenfeld zu kommen. Für die Mosellaner unter den Koblenzern ist die Layer Fähre ein Alltagsgefährt und ein Kleinod zugleich. Ich darf mich an dieser Stelle für den weiteren Betrieb der Fähre verwenden. Sogar mein Navi im Auto sagt mir regelmäßig: schnellste und kürzeste Strecke über Layer Fähre - ökonomisch, ökologisch und Hand auf\'s Herz auch ein unbezahlbar gelassener Moment im Alltagsgetriebe. Die Layer Fähre soll in Betrieb bleiben.
Grüße aus Freude MyB
Hofmann-Göttig (NR. 2379) schrieb am 15. September 2014 um 17:52:
Zum Gästebucheintrag C. Rüber:
Gewiss ist die Moselfähre Lay - Winningen ein Stück Kulturgeschichte. Aber der Kampf um ihren Erhalt ist auch ein bisschen Nostalgie. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass wir die Fähre dieses Jahr wegen des ehrenamtlichen Engagements einer Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern noch aufrecht erhalten konnten. Wir haben allerdings immer gesagt, dass dies nur noch dieses Jahr geht. Tatsache ist: Die Fähre hat nur eine sehr überschaubare Zahl von Nutzern/Nutzerinnen. Wir leisten jährlich erhebliche Betriebskostenzuschüsse, die wir selbst mit Krediten decken müssen. Nächstes Jahr stünden ganz erhebliche Reperaturleistungen an, die wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen sind. Ich schreibe diese Zeilen aus eigener Sachkenntnis. Ich lasse mir die konkreten Nutzer und Kostenzahlen für 2014 geben mit den prognostizierten Reperaturkosten und werde diese hier auch noch einmal nennen, damit jedermann sieht, dass wir es uns nicht leicht gemacht haben mit dem Thema. Ich habe übrigens unsere Haltung auch in einer öffentlichen Sitzung anlässlich der Amtseinführung des Ortsvorstehers von Lay erläutert und verständnisvollen Beifall erhalten. Viele Menschen können nämlich damit umgehen, wenn man sie ernst nimmt und klaren Wein einschenkt statt herum zu reden. Deshalb auch meinerseits hier diese klare Botschaft. MfG Hofmann-Göttig, Wirtschafts- und Tourismus-Dezernent, Kämmerer
C. Rüber (NR. 2378) schrieb am 14. September 2014 um 14:19:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, mit Schrecken musste ich vor zwei Wochen feststellen, dass die Moselfähre, Lay nächstes Jahr gegebenenfalls den Betrieb aufgrund von zu hoher Kosten einstellen muss.
Bitte prüfen Sie dies noch einmal kritisch, da hier auch ein Stück Moselgeschichte verloren gehen würde. Anwohner, Touristen und Freunde der Fähre würden es Ihnen danken.
Beste Grüße
C. Rüber
Hofmann-Göttig (NR. 2377) schrieb am 9. September 2014 um 19:18:
Lieber Thomas Enders,
vielen Dank für die anerkennden Worte für meine Petitionsarbeit auch mithilfe des Gästebuchs. Allerdings stößt das an Grenzen, wenn es sich um interne geschäftliche Dinge handelt. Sie haben sich in dieser Sache auch mit zahlreichen direkten Eingaben an die evm AG gewandt, die teilweise nur schwierig zu beantworten waren vor dem Hintergrund der gewünschten Transparenz einerseits und der Wahrung von Geschäftsgeheimnissen andererseits. Die evm AG muss nämlich ihre Produkte in Konkurrenz auf dem freien Markt verkaufen. In diesem Spannungsfeld habe ich auch die Antwort im hiesigen Gästebuch mit dem Vorstand der evm AG abgestimmt und wir waren uns darüber einig, dass wir darüber hinaus gehende Erklärungen in dieser Sache nicht mehr abgeben. Daran will ich mich halten und bitte dafür um Verständnis. In weiterhin fortbestehender Herzlichkeit grüße ich aus dem Rathaus, Hofmann-Göttig, Vorsitzender des Aufsichtsrats der evm AG
Thomas Enders (NR. 2376) schrieb am 9. September 2014 um 11:23:
Erlauben Sie mir, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, auf Ihren Eintrag vom 04.09.2014 ( GB 2375 ) kurz zu antworten.

Zunächst einmal herzlichen Dank für Ihre Mühe! Bewohner in manch anderen Großstädten in Deutschland träumen nur von solcher digitaler Bürgernähe eines OB, zumal mit solch einer Zuverlässigkeit, Schnelligkeit und hoher Kompetenz hinsichtlich der Antwort.

Trotzdem blieb ich nach dem Studium Ihrer Antwort mit zwei Unklarheiten zurück:

1. Darf ich Sie schulmeisterlich auf eine kleine Unkorrektheit in Ihrer Ausführung zu Punkt 1 ( GB 2375 ) hinweisen? Es wurden ab 01.07.2014 bei der evm AG nicht alle \"Privat-und Gewerbekunden\" auf 100% Ökostrom umgestellt, sondern n u r die Privatkunden.
Daher ja gerade die Forderung vieler umweltorientierter Menschen in Koblenz, die evm so intensiv zu motivieren, dass nach den Privatkunden nun auch alle Gewerbe-Tarifkunden (= Geschäftskunden ) auf 100% Ökostrom umgestellt werden ( übrigens analog der alten EVM! ). Nach Ansicht zahlreicher Kenner der Materie ist dieser Prozess ohne größeren Aufwand möglich, sofern nur der ernsthafte Wille vorhanden ist. Gerade heute erschien im Internet die alarmierende Meldung, dass in keinem Jahr zuvor solch ein hoher CO2-Ausstoß weltweit gemessen wurde wie in 2013. Die nachfolgenden Generationen werden uns verfluchen, wenn wir nicht im Kleinen, also auch hier in Koblenz, alle Möglichkeiten ausschöpfen.
Ich persönlich hoffe, dass die Transformation auch für Industrie-, Gewerbe- bzw. Geschäftskunden nicht länger als fünf Jahre dauert, wenn nicht TTIP die regionalen Grundversorger schwächt oder sogar bedroht.

2. Und noch etwas abschließend zu Punkt 4 Ihrer Stellungnahme: Meine Frage nach dem Strommix des Großkunden \"Stadt Koblenz\" wurde leider nicht beantwortet. Sehen Sie es, sehr geehrter Herr Prof. Joachim Hofmann-Göttig, mir daher bitte nach, wenn ich an dieser Stelle penetrant bin: Mit welchem Strom wird eigentlich in Zukunft der Großkunde, die Stadt Koblenz, beliefert (= Strommix nach vergebener Ausschreibung 2013 )?

Mit besten Grüßen

TE
Hofmann-Göttig (NR. 2375) schrieb am 4. September 2014 um 17:54:
Lieber Thomas Enders (GB 2368),
wie versprochen (GB 2370) komme ich nun nach erfolgter Kontaktaufnahme mit dem Vorstand der evm AG auf Ihre Fragen zurück.
Zu 1: Als absolut wichtig für die Endverbraucher/-innen und als einen Meilenstein der „neuen evm AG“ sehe ich die von Ihnen beschriebene Tatsache, dass seit dem 01.07. sämtliche Privat- und Gewerbekunden der evm-Gruppe, ohne weitere Belastung für die Kunden, für 2014 auf Ökostrombelieferung umgestellt wurden. Es ist richtig, dass trotz dieser Maßnahme der Ökostromanteil im evm-Unternehmensmix nur ca. 1/3 des Gesamtabsatzes ausmacht. Der restliche Absatz, also ca. 2/3 des Gesamtstromabsatzes entfällt auf die Kundensegmente Stadtwerke, Geschäftskunden und Industriekunden. Diese Kunden bestimmen selbst, wie ihr Strommix aussehen soll und da u.a. auch ein preiswerter Energieeinkauf den Erfolg dieser Unternehmen sicherstellt, beschaffen diese Kunden aus wirtschaftlichen Überlegungen in der Regel keinen Ökostrom, sondern Graustrom.
Zu 2: Die Strommengen aus, in eigener Regie betriebenen erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen, sind für die evm-Gruppe ein stetig steigender Anteil im Stromportfolio. Ich hatte Ihnen im letzten Jahr bereits dargestellt, über welche regenerativen Erzeugungsanlagen in den Bereichen Wind, Photovoltaik und Wasserkraft die evm-Gruppe Strom erzeugt. Mittlerweile sind zwei größere Photovoltaik-Freiflächenanlagen im Westerwald (siehe evm Homepage bzw. rz-Berichterstattung) in Betrieb gegangen, so dass sich das Erzeugungsportfolio stetig erhöht. Weitere regenerative Erzeugungsprojekte sind in konkreter Planung.
Zu 3: Bei nahezu allen Kundenakquisen und daraus resultierenden Kundengesprächen wird den Sondervertragskunden selbstverständlich Ökostrom angeboten. Wie allerdings bereits unter 1. beschrieben, entscheiden die Kunden/-innen aus unterschiedlicher Motivlage am Ende selbst über ihren Strommix. Darüber hinaus ist ein nicht unerheblicher Teil dieser Angebote durch Ausschreibungen produktseitig fest vorgegeben. Die evm kann die Kunden/-innen zum Bezug von Ökostrom noch so sehr motivieren, bestimmen und entscheiden können sie für den Kunden am Ende allerdings nicht.
Zu 4: Die Stadt Koblenz hat zuletzt ihren Strombedarf in 2013 öffentlich ausgeschrieben und dabei, wie auch in der Vergangenheit, auf überschaubare Vertragslaufzeiten Wert gelegt, so dass die Stadt auf Einkaufspreisveränderungen am Markt auch kurzfristig reagieren kann. Dabei wird sicherlich auch in Betracht gezogen, welches Stromprodukt (z.B. Ökostrom) in Frage kommt. Mit freundlichen Grüßen Hofmann-Göttig, OB und Wirtschaftsdezernent - Vorsitzender des Aufsichtsrates der evm AG, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke
Hofmann-Göttig (NR. 2374) schrieb am 2. September 2014 um 16:47:
Sehr geehrter Herr Weiss,
wie ich Ihnen bereits per Mail als Antwort auf eine gleich formulierte Mail schrieb, handelt es sich bei dem Treffen am Sonntag - ich war zweimal in früheren Jahren selbst zugegen - nicht um ein "Militaristentreffen". Ich hatte Ihnen auch schon persönlich erläutert, dass aus der Tatsache eines gemeinsamen Fotos des amtierenden Oberbürgermeisters, der qua Amt Vorsitzender des Stadtrates ist, mit zwei Stadtratsmitgliedern (hier der AfD) keinesfalls eine politische Identfikation abgeleitet werden kann. Gerade was den ersten politischen Konflikt mit der Fraktion der AfD im Stadtrat anbelangt, deren Kritik am Hissen der Regenbogenfahne am Rathaus, stehe ich seit Jahren bekanntlich auf der Seite von Liberalität und Toleranz. Deshalb bin ich auch seit Jahren Schirmehrr beim Christopher Street Day. Soviel zum Thema Buntheit und Vielfalt in unserer Stadt, auf die ich stolz bin und mit mir eine große Mehrheit der Bevölkerung und auch unseres Stadtrates. Für fundamentale Kritik sehe ich daher keinen Anlass. MfG Hofmann-Göttig, OB
Hofmann-Göttig (NR. 2373) schrieb am 2. September 2014 um 16:36:
Sehr geehrter Karl Napp,
ich komme zurück auf Ihren GB Eintrag (2369) und meinen Zwischenbescheid (2371) und kann nach Kontaktaufnahme mit dem Ordnungsamt wie folgt antworten: Die Zahl der Todesfälle durch Rauschgift ist in Rheinland Pfalz beispielsweise im Jahre 2010 laut Bundesdrogenbericht um fast 30 Prozent zurückgegangen. Als einen Grund hierfür gibt die ärztliche Suchtambulanz in Koblenz die Behandlung von herionabhängigen Patienten/Patientinnen mit dem Drogenersatzstoff Methadon an. Seit längerem werden suchtkranke Menschen in der Koblenzer Praxis mit dem Heroin-Ersatzstoff Methadon behandelt, anscheinend erfolgreich.  Nun hat man selten Einfluss, wo sich solche Ambulanzen etablieren. Gleichwohl rechtfertigt dies selbstverständlich nicht die aufgezeigten Verhaltensmuster der Patienten/Patientinnen, wobei noch festzustellen wäre, ob es ausschließlich solche sind. Das Ordnungsamt jedenfalls hat versichert, dass es im Rahmen seiner Möglichkeiten die Kontrollen durchführt. Auch die Begleiterscheinungen zur Prostitutionsausübung in dem angesprochenen Bereich sind bekannt. Die haben uns veranlasst, in die Prüfung der rechtlichen Möglichkeiten einer Einschränkung oder gar Verbot der Tätigkeit einzusteigen. MfG JoHo, OB
Werner Weiss (NR. 2372) schrieb am 2. September 2014 um 15:09:
Guten Tag, Herr Oberbürgermeister,
zu meinem größten Entsetzen musste ich dieser
Tage per Lokalpresse wie auch durch Plakate erfahren, dass
am kommenden Wochenende erneut ein Militaristentreffen auf der Schmittenhöhe geplant ist.
Bitte verhindern Sie dies!
Zu Zeiten,da allerorten - mit \"freundlicher\"
Unterstützung der deutschen Rüstungsindustrie - neue Kriege entstehen bzw. bestehende Konflikte
erbarmungslos fortgesetzt werden und im Hinblick auf die verhängnisvolle deutsche Geschichte mit Verantwortung für Millionen Tote und Verstümmelte,
unendliches Leid und Zerstörung,deren Folgen bis heute nachwirken und weiterhin nachwirken werden, kann es nichts Unpassenderes geben, als ein zur friedlichen
Nutzung umgewidmetes städtisches Gelände für
Kriegsspiele zur Volksbelustigung,sprich: Show zur Verfügung zu stellen!
\"Erziehung zum Frieden\" sieht anders aus!

Ich empfehle der entsprechenden Klientel
stattdessen einen Besuch des
Friedensmuseums BRÜCKE VON REMAGEN.

Hakenkreuzdenkmalpflege (Gebäude Neustadt 6),
ein Hindenburg nach wie vor Ehrenbürger der Stadt,
ein OB, der sich mit Vertretern der rechtslastigen
AfD ablichten lässt...eine von Ihnen beschworene
\"Bunte Stadt\" stelle nicht nur ich mir völlig anders vor!
Alles Mahnen, Erinnern, Gedenken, das wir derzeit
erleben, wird ad absurdum geführt, wenn weiterhin
dem Militarismus, diesem verhängnisvollen Irrtum
von Befehl und Gehorsam,dieser WAHREN Geißel der Menschheit, die sich nicht scheut, den Begriff \"Ehre\" für sich zu beanspruchen und somit zu missbrauchen, da es doch in Zusammenhang mit Täuschung, Lüge, Mord und Zerstörung rein garnichts gibt, was auch nur entfernt mit Ehrenhaftigkeit in Verbindung zu bringen wäre, Spielwiesen zur
Selbstdarstellung geboten werden.
Mit antifaschistisch-antimilitaristischem Gruß
Werner Weiss
Hofmann-Göttig (NR. 2371) schrieb am 1. September 2014 um 20:53:
Sehr geehrter Karl Napp,
auch ein Oberbürgermeister weiß nicht alles selbst, er hat in Koblenz 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit denen er täglich und gerne zusammen arbeitet. Einträge wie Ihrer können nur vom zuständigen Fachamt beantwortet werden. Darum bemühe ich mich. MfG JoHo, OB