Gästebuch

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Charlotta K. (NR. 2290) schrieb am 28. Juni 2014 um 01:10:
Schönen guten Tag Herr Oberbürgermeister,

mit Interesse habe ich die Gästebucheinträge von Herrn Marquart gelesen und möchte diese wie folgt kommentieren.

Ich fände es schade, wenn diese Schreiben hauptsächlich auf den Vorwurf des Rassismus bezogen werden würden.
Ich finde die Sorge um gerechte Behandlung von Menschen mit Migrationshintergrund die Herr Marquart formulierte durchaus berechtigt, wenn von einer \"(Proporz-)Verteilung von Menschen\" gesprochen wird. Zudem empfinde ich es als äußerst wichtig, dass ein Asylbewerberheim stadtnah gelegen ist. Integration kann so sicherlich wesentlich besser gelingen.
Die Emotionalisierung eines Themas empfinde ich zudem als natürlich und diese kann niemandem vorgeworfen werden, wenn es doch um das Leben von Menschen und deren Zukunft geht.

Ich wünsche noch einen schönen Abend
mit besten Grüßen
Charlotta Kaufhold
Raphael Marquart (NR. 2289) schrieb am 27. Juni 2014 um 18:36:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

zu Ihrer Information: Ich werde mich per E-Mail an Herrn Knopp wenden, um die zwischen uns bestehenden Missverständnisse aufzuklären.

Ich möchte jedoch auch hier zum Ausdruck bringen, dass ich Herrn Knopp keinesfalls beleidigen wollte. Da er sich aber nach seiner eigenen Aussage von mir persönlich verletzt fühlte, entschuldige ich mich für dieses Missverständnis aufgrund meiner offensichtlich doch nicht ganz klaren Formulierungen auch öffentlich in diesem Gästebuch. Ich verweise in diesem Kontext auch noch einmal auf meine Richtigstellung und Unterscheidung der Lesarten im Beitrag (2286).

Beste Grüße und ein schönes Wochenende,

Raphael Marquart
Rubröder, Hans (NR. 2288) schrieb am 27. Juni 2014 um 18:12:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

ich beanstande und stelle in Frage ob Medien, die der Bücherei verspätet zurückgegeben werden mit einem Brief erinnert werden, der 2 Euro den Säumigen kostet, geht das nicht einfach kostenfrei per E-Mail für die die Internetanschluß besitzen? Mit freundlichem Gruss Hans Rubröder
Ernst Knopp (NR. 2287) schrieb am 27. Juni 2014 um 12:30:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, vielen Dank für die klarstellenden Worte!

Ihnen Herr Marquart biete ich ein persönliches Gespräch an, um außerhalb des Gästebuches unseres Herrn Oberbürgermeisters dieses Thema zu besprechen. Gerne können Sie mich kontaktieren, wenn Ihnen daran gelegen ist. Hier meine E-Mail Adressse: ernst.knopp@t-online.de

Eines sollte Ihnen aber klar sein! In Ihrem Beitrag werfen sie mir selbst mehrmals rassistische Argumentationen vor und fordern sogar den Oberbürgermeister auf diese zu rügen! Also erheben Sie ganz klar den Vorwurf des Rassismuses gegen mich!

Dies finde ich unangemessen in der Diskussion und zutiefst beleidigend mir gegenüber.

Mit freundlichen Grüßen,
Ernst Knopp
Raphael Marquart (NR. 2286) schrieb am 26. Juni 2014 um 22:45:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

vielen Dank für Ihre schnelle und intensive Antwort. Ich freue mich, dass Sie die von Ihnen ausgeführten Positionen vor dem Stadtrat vertreten und insbesondere über die Information, dass die Debatte um den Standort des Wohnheimes weiterhin ergebnisoffen geführt wird. Mit dieser Aussage entkräften Sie in meiner Lesart bereits stückweise die Argumente der CDU Wallersheim und schließen sich dem Grundsatz meinem Beitrag an.
Ebenfalls verstehe ich Ihren Beitrag, die Vielfalt von über 27.000 Koblenzerinnen und Koblenzer mit Migrationshintergrund als außerordentliche Bereicherung wahrzunehmen, dass Sie einen höheren Anteil als noch größere Bereicherung auffassen. Das freut mich ebenfalls! Ich wünsche mir, dass dies auch alle anderen Koblenzerinnen und Koblenzer, insbesondere jene, die Bürgerinnen und Bürger im Stadtrat oder anderen Gremien vertreten, so sehen wie Sie und ich.

Die von Ihnen vorgebrachten Argumente für die Unterstützung von Flüchtlingen, Refugees und Asylsuchenden finden ebenfalls meine völlige Zustimmung.

Sie schreiben weiter, dass das Thema nicht emotional, sondern sachlich angegangen werden muss. Auch hier bin ich ganz Ihrer Meinung. Bei aller Sachorientierung möchte ich aber an den Stadtrat, den Stadtvorstand und die Stadtverwaltung appellieren, sich in diesem Prozess trotzdem noch einmal ganz bewusst zu machen, dass auch über die Lebensschicksale von MENSCHEN entschieden wird und nicht \"nur\" über ein Bauprojekt.

Richtig stellen möchte ich aber noch Folgendes:
Mit meinem Eintrag (2284) hier habe ich Herrn Knopp keinen Rassismus vorwerfen wollen, sondern festgestellt, dass ich seine Argumentationen als rassistisch und menschenverachtend empfinde. Diese beiden Intentionen sind meines Erachtens entscheidend unterschiedlich und ich habe mir größte Mühe gegeben, dies deutlich auszudrücken, um nicht missverstanden werden zu können. Ich hoffe, meine Absicht ist durch diese Ergänzung etwas klarer geworden.

Beste Grüße,

Raphael Marquart
Hofmann-Göttig (NR. 2285) schrieb am 26. Juni 2014 um 17:40:
Sehr geehrter Herr Marquart,

herzlichen Dank für Ihre engagierte Stellungnahme! Mehr als 27 Prozent aller Koblenzerinnen und Koblenzer haben einen Migrationshintergrund und ich betrachte diese Vielfalt als eine außerordentliche Bereicherung. Wir können in Koblenz stolz auf unsere Integrationsleistung sein und nehmen in Rheinland-Pfalz mit unserem Integrationskonzept und der engagierten Arbeit unseres Beirates für Integration und Migration eine Vorbildfunktion ein.
In meiner morgigen Rede im Stadtrat über die Aufgaben in der bevorstehenden Wahlperiode 2014 - 2019 wird daher dieser Themenkomplex auch eine besondere Aufmerksamkeit erfahren. Unter anderen werde ich morgen im Stadtrat in der Perspektivrede - gestützt auf den Beschlussstand im Stadtvorstand - folgende Position vortragen:
In unserer Stadt soll niemand wegen seiner Herkunft, seiner Hautfarbe, seiner Religion oder seiner Weltanschauung diskriminiert werden. Im Gegenteil: Uns ist es wichtig, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger in Koblenz wohlfühlen und am Leben unserer Stadt aktiv teilhaben. Wie Sie schreiben, ist es deshalb so wichtig, dass alle Koblenzerinnen und Koblenzer - ob mit oder ohne Migrationshintergrund - zum gegenseitigen Respekt und zur aktiven Integration bereit sind. Wir fördern dies auch und werden in der gerade beginnenden Wahlperiode des Stadtrates unsere Integrationsarbeit noch einmal vertiefen.

Dem Stadtvorstand und mir ist es in diesem Zusammenhang ein wichtiges Anliegen, dass wir asylsuchenden Menschen in unserer Stadt Schutz gewähren und eine menschenwürdige und integrationsfördernde Unterbringung gewährleisten. Unsere Verantwortung erfolgt hier aus humanitären Gründen – aber auch in Würdigung unserer Geschichte: Viele Menschen, die im Nationalsozialismus erbarmungslos verfolgt wurden, fanden damals in anderen Ländern Schutz und Asyl. Heute sind wir diejenigen, die Hilfe und Schutz bieten können. Wir werden deshalb auf rein sachorientierter Ebene geeignete Wohnorte für asylsuchenden Menschen prüfen. Wir tun diese ergebnisoffen und ich bin der Überzeugung, dass wir gemeinsam mit allen Stadtratsmitgliedern gute Lösungen finden werden. Eine wichtige Voraussetzung ist dafür aber auch, dass wir das Thema nicht emotional belasten. Da gilt für alle Beteiligten und ich werde dies bei entsprechenden Anlässen auch immer betonen. Ich schließe mit diesen Worten auch bewusst Sie ein, weil ich bei allem Verständnis für Ihre grundsätzliche Auffassung den Vorwurf des Rassismus an dieser Stelle für nicht gerechtfertigt halte.

Lassen Sie uns alle mit gegenseitigem Respekt nach einer gemeinsamen Lösung suchen.

Mit freundlichen Grüßen

Hofmann-Göttig, Vorsitzender des Stadtvorstandes und des Stadtrates
Raphael Marquart (NR. 2284) schrieb am 25. Juni 2014 um 23:06:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

mit Erschrecken habe ich eben im \"Lokalanzeiger\" den Artikel \"CDU-Wallersheim gegen Asylbewerberheim in Herberichstrasse\" gelesen, der u. a. auch hier online verfügbar ist: http://news-koblenz.de/cdu-wallersheim-gegen-asylbewerberheim-in-herberichstrasse_4272.html

„Wir sprechen uns vehement gegen diesen Standort aus! Nicht weil wir generell gegen Wohnraum für Asylbewerber in Koblenz sind, sondern weil dieser Standort mit Abstand die schlechteste Alternative für die Integration von Zuwandereren ist, weisen Neuendorf und insbesondere die dortige Großsiedlung, doch bereits stadtweit den höchsten Anteil an Zuwanderen aus.“, wird dort Ernst Knopp als Stadtratsmitglied für die CDU dort zitiert. Ungeachtet dessen, dass hier nur beleglose Behauptungen aufgestellt werden (\"mit Abstand die schlechteste Alternative\") fällt mir dieses Zitat bzw. der gesamte Artikel negativ auf:

Ich als Wallersheimer Bürger kann diese nach meinem Empfinden rassistische Argumentation des Vertreter meines Stadtteils im Rat so nicht akzeptieren. In den Worten von Ernst Knopp schwingt meines Erachtens nach deutlich mit, dass es sich bei einem hohen Anteil an Zuwanderern um eine negative Zuschreibung für einen Stadtteil handelt, die sich zu dessen Nachteil auswirkt. Es klingt in meinen Ohren wie: Je höher der Anteil an Zuwanderen, desto mehr sinkt die Lebensqualität/ Sicherheit/ das Ansehen etc. im Stadtteil bzw. des Stadtteils, oder ähnliches. Das ist nach meiner Auffassung schlicht rassistisch, und so möchte ich meinen Stadtteil im Stadtrat nicht vertreten sehen.
Das Menschenrecht und unsere Verfassung geben uns vor, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Die eines Zuwandereres, Migranten, Ausländers oder Asylbewerbers, genau wie die eines Deutschen gleichermaßen. Eine \"Proporzverteilung\" von MENSCHEN, für die sich Herr Knopp ausspricht, erscheint mir dem zu widersprechen und äußerst menschenverachtend, gerade jetzt, wo Menschen aus dem Irak, der Ukraine, Syrien und weiteren Staaten vor (Bürger)Kriegen flüchten.

Ich fordere Sie als Oberbürgermeister auf, rassistische und diskrimierende Äußerungen dieser Art von Stadtratsmitgliedern unserer und meiner Stadt nicht zu dulden, entsprechend zu rügen und klar Stellung dagegen zu beziehen.

Hizu kommt: Einmal angenommen, wir ließen uns auf eine derartige Argumentation ein, so führt Herr Knopp seine Aussage mit dem Passus: \"Diese Zahlen sprechen Bände und zeigen, dass in Neuendorf, Lützel und Wallersheim eine imense Leistung zur Integration von Zuwandereren vollbracht wird und dies bereits erfolgreich seit Jahrzehnten!\" völlig ad absurdum. Was er sagt, ist völlig richtig, doch Herr Knopp nutzt diesen Sachverhalt als weiteres Argument GEGEN ein Asybewerberheim in Wallersheim. Dabei bedeutet doch gerade diese hohe Integrationsbereitschaft und insbesondere tatsächlich gelebte Integration seitens der Neuendorfer, Lützeler und Wallersheimer Bürger mit und ohne Migrationshintergrund, dass ein Asylbewerberheim hier genau am richtigen Ort wäre!
Ich hatte bisher den gleichen Eindruck wie Herr Knopp, nämlich, dass die Integration von Menschen mit nicht-deutschen Wurzeln in den genannten Stadtteilen besonders gut gelingt! Warum sollte man damit aufhören? Dieser Trend sollte weiter fortgesetzt werden und ein Asybewerberheim bietet hier meines Erachtens nach gute Möglichkeiten, zu zeigen, dass in gerade in Wallersheim und seinen (öffentlichen) Einrichtungen und Vereinen JEDER Mensch, ungeachtet seiner Herkunft, willkommen ist! Aussagen von Stadtratsmitgliedern wie in dem behandelten Artikel empfinde ich diesbezüglich als äußerst kontraproduktiv.

Und schließlich handelt es sich bei Integration nicht etwa um einen Prozess, der nur von Nicht-Migranten \"geführt\" werden muss oder gar darf, sondern es ist ein beidseitiger Prozess, an dem beide Seiten gleichermaßen mitwirken müssen. Pauschal von einer \"integrativen Kapazität\" zu sprechen, erscheint mir vor diesem Hintergrund unangemessen.
Zum Anderen können bereits erfolgreich integrierte Menschen mit nicht-deutschen Wurzeln die Integration jener, die noch nicht integriert sind, entscheidend unterstützen. So erleichtert eine Proporzverteilung die Integration also nicht in jedem Fall, sondern erschwert sie womöglich! Alle Argumente sprechen für das Asylbewerberheim in der Herberich Straße oder Schönbornlusterstraße. Ich hoffe, dass diese Standorte nicht durch für mich rassistische Argumentationen \"vom Tisch\" genommen werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Raphael Marquart
Hofmann-Göttig (NR. 2283) schrieb am 25. Juni 2014 um 00:37:
Sehr geehrte Frau Damberger,
ich freue mich, dass die Verwaltung positiv mit Ihrer Anregung umgegangen ist.
MfG
JoHo, Umweltdezernent
K. Damberger (NR. 2282) schrieb am 24. Juni 2014 um 16:18:
Sehr geehrter Herr Hofmann-Göttig,
heute waren zwei Mitarbeiter des Grünflächenamtes in unserer Schule und haben sich die \"Wildnis\" angeschaut, die zur Zeit noch aus Sicherheitsgründen gesperrt ist. Ich freue mich sehr, dass sie in den Sommerferien in Ordung gebracht wird und wir im neuen Schuljahr diesen wunderschönen Teil des Schulgeländes wieder nutzen können.
Danke für Ihre schnellen Bemühungen
und viele Grüße aus der Steinschule!
Kristin Damberger (Lehrerin)
Hofmann-Göttig (NR. 2281) schrieb am 20. Juni 2014 um 13:47:
Sehr geehrter Herr Römer,
über Ihren Bericht habe ich mich sehr gefreut. Das ist Dienstleistungsverwaltung am Kunden "Bürger", wie ich es mir vorstelle. Es freut mich sehr, dass die Kommunikation zu einer beidseits tragfähigen Lösung führte. Ihren Schlussbemerkungen ist nichts hinzu zu fügen. MfG JoHo, Chef der Stadtverwaltung Koblenz