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Jens Mildenberger (NR. 1870) schrieb am 27. August 2013 um 12:10:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

heute wende ich mich an Sie, da ich mich über das Vorgehen des Ordnungsamtes ärgere.

Am 23.08. parkte meine 19jährige Tochter vor dem Haus Im Teichert 113 in Ehrenbreitstein in Fahrtrichtung zur Auffahrt auf die B 42 am rechten Fahrbahnrand. Das ist unmittelbar nach der Eisenbahnbrücke in einem Bereich außerhalb der Parkraumbewirtschaftungszone und ohne Beschilderung eines Halte- oder Parkverbots. Dabei hat sie niemanden zugeparkt oder behindert. Wenige Meter weiter beginnt ein Parkverbot, welches bis zur Feuerwehr Ecke Kolonnenweg gilt. Dahinter beginnt die Parkraumbewirtschaftung. Eine Grundstücksausfahrt des Hauses Im Teichert 113 ist auf der Fahrbahn auf beiden Seiten durch eine weiße Linie gekennzeichnet, um deutlich zu machen, dass dort nicht geparkt werden soll. So ist im ganzen Bereich äußerst gründlich geregelt, wo wer wann und unter welchen Voraussetzungen parken darf und wo nicht und der Bürger verlässt sich darauf, dass das so auch seine Richtigkeit hat
Trotzdem hat meine Tochter ein Knöllchen bekommen!
Der Mitarbeiter des Ordnungsamtes teilte mir am Telefon mit, dass man der fehlenden Beschilderung nach dort theoretisch parken dürfte, berief sich aber auf die Generalklausel des §12 StVO: durch das parkende Fahrzeug meiner Tochter sei eine Gefahr geschaffen worden, da der vorbeifahrende Verkehr unter Umständen beim Umfahren auf die Gegenfahrbahn geraten könne. Außerdem läge die betreffende Stelle schlecht einsehbar direkt hinter einer Kurve. Er sagte, er sei vor Ort gewesen, um sich selbst ein Bild zu machen. Es hätten schon mehrere Bürger angerufen, die auch mit der Verwarnung nicht einverstanden seien (es stehen dort seit Jahren ständig mehrere Autos, die nie Knöllchen erhalten haben, auch heute wieder). Ich wolle mich \"...nur davor drücken, das Knöllchen zu bezahlen...\"!

Meine Argumentation:

1)Wenn überall in Koblenz, wo beim Umfahren parkender Autos auf die Gegenfahrbahn ausgewichen werden muss, das Parken eine Ordnungswidrigkeit darstellen sollte, so müsste das flächendeckend auch im größten Teil von Güls, Bubenheim, Kesselheim, Neuendorf, Niederberg, Arenberg, Immendorf, Horchheim, usw. ... gelten, wo dies eher die Regel, als die Ausnahme ist. So ist es auch direkt angrenzend in der Emser Straße in Pfaffendorf flächendeckend der Fall!
Sollten solche Strafzettel nach Überprüfung bestehen bleiben, könnte willkürlich und nach Bedarf dem größten Teil aller in den Stadtteilen parkenden Autos jederzeit ein Knöllchen ausgestellt werden.

2)Die Kurve vor der betreffenden Stelle ist eine S-Kurve: direkt gegenüber der Einfahrt von Diehl´s Hotel ist zunächst eine Rechtskurve, die wegen des Brückenpfeilers in der Tat schlecht einsehbar ist, was die Autofahrer dazu anhält, langsam zu fahren, da ein dort eventuell fahrender Radfahrer (von diesen sehr stark frequentiert) erst sehr spät zu sehen ist. Darauf folgt jedoch eine lange Linkskurve, die einen hervorragenden Blick auf die weiter vorn parkenden Fahrzeuge gestattet, so dass es geradezu ausgeschlossen ist, auf ein parkendes Fahrzeug aufzufahren, bzw. auf die Gegenfahrbahn ausweichen zu müssen. Es bleibt genügend Zeit, sich zu orientieren und gegebenenfalls die Fahrt zu verzögern, um ein entgegenkommendes Fahrzeug passieren zu lassen. Darüber hinaus endet an der Auffahrt zur B 42 der Fußgängerweg, so dass dort viele Fußgänger die Fahrbahn überqueren. Das gleiche gilt für die Ausfahrt von Diehl´s Hotel, wo viele Fußgänger und Radfahrer vom Teichert an die Rheinanlagen wechseln und umgekehrt.
Das bedeutet für mich, dass ich als Autofahrer hier langsam und aufmerksam fahren muss. Wenn hier Regelungsbedarf besteht, dann wäre das Tempo 30 für Autofahrer.

Hinzufügen möchte ich, dass mir bekannt ist, dass im Hause Im Teichert 113 ein Querulant wohnt, der offensichtlich der Meinung ist, dass dort nur Autos der Bewohner seines Hauses parken dürfen. Dieser hatte meiner Tochter kürzlich einen Zettel ans Auto gehängt, sie verliere Öl und er werde die Polizei verständigen (meine Tochter hat ein Simmerner Kennzeichen, da das Auto auf die Oma angemeldet ist). Das tat er tatsächlich, meine Tochter wurde von der Polizei angerufen. Sie begab sich zum Fahrzeug und es stellte sich heraus, dass es sich um Kondenswasser aus der Klimaanlage handelte.
Damit liegt für mich der Verdacht nahe, dass auch am betreffenden Tag das Ordnungsamt angerufen wurde, dessen Mitarbeiter dann vor Ort einem, psychologisch sicherlich teilweise nachvollziehbaren, ziemlich kreativen Aktionismus verfallen sind.

Worum ich bitte:

1)Augenmaß der Ordnungsbehörden in Anbetracht der angespannten Parkplatzsituation in Ehrenbreitstein im Allgemeinen und im Besonderen angesichts der derzeitigen umfangreichen Straßenbaumaßnahmen im Teichert und der Humboldtstraße, durch die viele regulär als solche gekennzeichneten Parkplätze innerhalb der Parkraumbewirtschaftungszone derzeit weggefallen sind.
Damit Rücknahme der unzumutbaren und unangemessenen Parkknöllchen aufgrund einer Generalklausel vor dem Haus Im Teichert 113 zur Widerlegung des Verdachts der Abzocke.

2)Feststellung der Möglichkeit des freien Parkens an dieser Stelle auch in Zukunft, um Rechtssicherheit für die Anwohner herzustellen, die dorthin ausweichen, wenn in der Parkraumbewirtschaftungszone kein Platz ist.

3)Eventuell Aufstellen eines Warnschildes vor der Rechtskurve gegenüber Diehl´s Hotel, das auf Radfahrer und querende Fußgänger hinweist, gegebenenfalls dort Tempo 30.

Ich bin sauer! Dass man, selbst wenn man sich an die Regeln hält, nicht sicher vor Behördenwillkür ist und nach Bedarf abkassiert werden kann, erschüttert mein persönliches Gerechtigkeitsgefühl empfindlich.
Wenn Sie mir in diesem Punkt nicht helfen können, bitte ich Sie hilfsweise um folgenden Rat:

Soll ich das Knöllchen bezahlen, oder soll ich es meiner Tochter, die Adressat ist, aber als Schülerin über kein Einkommen verfügt, vom Taschengeld abziehen, damit sie gleich lernt, sich in der Welt der Erwachsenen zurechtzufinden (quasi aus pädagogischen Gründen, aber wie sollte ich das begründen?)?

Vielen Dank im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen

Jens Mildenberger
Riana (NR. 1869) schrieb am 25. August 2013 um 17:28:
Wegen Unverständlichkeit und kommerzieller Werbung Eintrag inhaltlich gelöscht.
Ich bitte um Verständnis.
Mit freundlichem Gruß
CHerzog, Redaktion www.hofmann-goettig.de
Hofmann-Göttig (NR. 1868) schrieb am 23. August 2013 um 10:46:
Sehr geehrter Herr Körfgen,

ja, wir sind Ihrem Hinweis schnell nachgegangen, weil wir keine falsche Unruhe aufkommen lassen wollten. Danke für die Anerkennung.

Das Schloss ist in Bundesbesitz. Wir als Stadt haben nur den repräsentativen Mittelteil für Veranstaltungen angemietet. Dort gibt es offenbar keine Probleme. Meine Antwort war mit dem \"Eigenbetrieb Koblenz-Touristik - Abteilung Kongresse\" abgestimmt. in unserem Bereich gibt es offenbar keine Risiken. Über den Bürotrakt kann ich mich mangels Zuständigkeit nicht äußern.

MfG
JoHo
Thomas Körfgen (NR. 1867) schrieb am 23. August 2013 um 10:31:
Sehr geehrter Herr OB,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Wie gesagt, das HZA Koblenz wird heute komplett den von ihm genutzten Mitteltrakt des Schlosses räumen. Das Schloß wird damit von keiner Behörde mehr genutzt. Das wird seine Gründe haben....
Hofmann-Göttig (NR. 1866) schrieb am 23. August 2013 um 10:15:
Sehr geehrter Herr Körfgen (GB 1854),

wir haben zwschenzeitlich mit der seinerzeit für uns tätigen Architektin in der Sache telefoniert.
Bei dem von uns durchgeführten Umbau des angemieteten Mittelteils des Schloss (ca. 2000m², Kaisersaal, Gartensaal, etc.) wurden punktuelle Schadstoffuntersuchungen durchgeführt. Sofern dabei Schadstoffe ermittelt wurden, wurden diese im Zuge des Umbaus beseitigt. Nach unserem gegenwärtigen Kenntnisstand liegt somit in dem Mittelteil keine gesundheitsgefährdende Schadstoffbelastung vor.
Eine konkrete Benennung der untersuchten/ beseitigten Schadstoffe kann bis Mitte kommender Woche erfolgen.
MfG
JoHo
Hofmann-Göttig (NR. 1865) schrieb am 22. August 2013 um 12:58:
Sehr geehrter Herr Römer (GB 1860),
Ihre anerkennende Rückmeldung über die Arbeit einer dienstleistungsorientierten Stadtverwaltung hat mich sehr gefreut. Wir alle wissen: Die Bürger sind nicht für uns da, sondern umgekehrt. Die Bürgerinnen und Bürger sind unsere Kunden, um deren Zufriedenheit mit unserer Stadtverwaltung wir durch tägliche Arbeit immer wieder werben müssen. Das gilt für den OB, den Stadtvorstand insgesamt, für die Amtsleitungen und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dieses Grundverständnis konnten wir auch durch zahlreiche Mitarbeiter/-innenschulungen in den letzten Jahren immer weiter ins Alltagsbewusstsein verankern. Grundsätzlich ziehen auch alle mit. Wir haben nämlich eine sachkundige und sehr tüchtige Verwaltung und wenn die Zusammenarbeit mit dem Stadtrat konstruktiv verläuft, dann ist das gut für uns in Koblenz insgesamt. Ich bin zur Zeit sehr zufrieden, wie es läuft, von Ausnahmen abgesehen. Auch die Petitionsarbeit, zu der wir übrigens gesetzlich verpflichtet sind, wird in der Verwaltung immer ernster genommen. Dazu gehören die Sprechstunden des OB, wie auch die Briefe, bilateralen Mails und eben auch die öffentlichen Gästebucheinträge. Ich bedanke mich im Namen der Verwaltung und des Stadtrats für Ihre anerkennenden Worte. Hofmann-Göttig, Chef der Stadtverwaltung und Vorsitzender des Stadtrats Koblenz
Hofmann-Göttig (NR. 1864) schrieb am 22. August 2013 um 12:49:
Sehr geehrte Frau Debrich (GB 1859),
ich freue mich, dass wir in der Sache ECE weiter gekommen sind. Die Wirtschaftsförderung hat den Kontakt aufgrund der Gästebucheinträge hergestellt. Ich freue mich selbstverständlich, wenn unser Petitionswesen auch über das Instrument Gästebuch zu greifbaren Ergebnissen führt. Danke für die Rückmeldung. MfG JoHo
Hofmann-Göttig (NR. 1863) schrieb am 22. August 2013 um 12:14:
Sehr geehrter Herr Ortsvorsteher des wunderschönen Stadtteils Lay, lieber Herr Kreuser (GB 1858),
vielen Dank für die anerkennenden Worte, die allerdings nicht nur dem OB, sondern auch dem Baudezernenten und dem Tiefbauamt gebühren. Ich freue mich über die Lösung für den temporären Erhalt der Fähre Lay. Das ist nur möglich geworden, weil sich eine Gruppe von Layer Bürgern/Bürgerinnen ehrenamtlich sehr engagieren. Davor habe ich größten Respekt. In diesen schließe ich aber auch das besonnene Verhalten des Ortsbeirats und des Ortsvorstehers ein. Alle Beteiligten wissen allerdings, dass die gefundene Lösung im Jahre 2015 enden wird, weil dann eine sechstellige Investition in die Fähre unabweisbar wäre, die wegen ihrer völligen Unwirtschaftlichkeit unvertretbar wäre. Ich weise darauf jetzt schon mit Nachdruck hin, auch wenn ich weiß, dass dies allen Beteiligten völlig klar ist. Angesichts dieser Situation wäre nunmehr eine vorzeitige Streichung der städtischen Zuschüsse für die Fähre auch aus der Sicht des Kämmerers unvertretbar. Diese Haltung werde ich im Stadtvorstand, in der Haushaltsstrukturkommission und im Stadtrat einnehmen. Ich gehe davon aus, dass dies überall Unterstützung finden wird. Herzliche Grüße nach Lay Hofmann-Göttig, Oberbürgermeister
Gunnar Römer (NR. 1862) schrieb am 22. August 2013 um 11:22:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

ich bedanke mich sehr herzlich für Ihre umfassende und sehr hilfreiche Antwort!

Es ist sehr schön und beruhigend zu wissen, dass sich seitens der Stadt und der Naturschutzbehörde für den Erhalt der einmaligen Landschaft in dem LSG Heyerberg-Kimmelberg eingesetzt wird. Schon seit dem Kleinkindesalter kenne und liebe ich dieses Fleckchen Erde. Interessant ist v. a. auch der enorme Reichtum an teilweise seltenen Tieren und Pflanzen. Dieses Schutzgebiet macht Koblenz noch ein gutes Stück lebenswerter und attraktiver!

Noch einmal vielen Dank und weiterhin viel Erfolg bei Ihrer verantwortungsvollen und – wie ich finde – tollen Arbeit!

Herzliche Grüße.


Gunnar Römer.
Anja Debrich (NR. 1861) schrieb am 22. August 2013 um 11:13:
Sehr geehrter Herr Hoffmann-Göttig,

auch wir möchten uns auf diesem Wege bei Ihnen bedanken. Zwischenzeitlich hat sich das ECE Projektmanagement mit uns in Verbindung gesetzt und eine Erläuterung geplanter Maßnahmen erörtert.

Erstaunlich aber zugleich auch bedauernswert ist es, das wir erst den Umweg über Sie, den Oberbürgermeister, beziehungsweise die hiesige Verwaltung und Politik gehen mussten, damit wir schließlich eine Rückmeldung des Unternehmens erhalten und wir endlich über den aktuellen, bzw. geplanten Sachstand informiert wurden.

Allen Beteiligten vorab noch einmal herzlichen Dank für Ihre Mitarbeit und Kooperation.

MfG Anja Debrich