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Sehr geehrter Herr Stahl (GB 1761),
ich habe so eben veranlasst, dass wir Ihnen die Frage nach den konkreten Personen, die an den Verhandlungen beteiligt waren, bilateral per nicht-öffentlicher Email, nicht aber über das öffentliche Gästebuch benennen. So wie der Stadtrat Vorgänge, die einzelne Personen betreffen, in nicht-öffentlicher Sitzung berät, möchte ich es auch halten mit dem öffentlichen Gästebuch. Ich bitte dafür um Verständnis. Deshalb greift die Redaktion in diesen Fällen auch in die Gästebucheinträge ein, sobald Namen von Verwaltungsbediensteten genannt werden. In dieser Frage bin ich als Herausgeber einer privaten Info-Plattform natürlich auch als Verwaltungschef zu einer besonderen Sensibilität gefordert.
Ich bitte alle Nutzerinnen und Nutzer des Gästebuchs um Verständnis für diese sehr grundsätzliche Entscheidung.
MfG
JoHo
ich habe so eben veranlasst, dass wir Ihnen die Frage nach den konkreten Personen, die an den Verhandlungen beteiligt waren, bilateral per nicht-öffentlicher Email, nicht aber über das öffentliche Gästebuch benennen. So wie der Stadtrat Vorgänge, die einzelne Personen betreffen, in nicht-öffentlicher Sitzung berät, möchte ich es auch halten mit dem öffentlichen Gästebuch. Ich bitte dafür um Verständnis. Deshalb greift die Redaktion in diesen Fällen auch in die Gästebucheinträge ein, sobald Namen von Verwaltungsbediensteten genannt werden. In dieser Frage bin ich als Herausgeber einer privaten Info-Plattform natürlich auch als Verwaltungschef zu einer besonderen Sensibilität gefordert.
Ich bitte alle Nutzerinnen und Nutzer des Gästebuchs um Verständnis für diese sehr grundsätzliche Entscheidung.
MfG
JoHo
Sehr geehrter Herr Bialk (GB 1792), ein Teil der Antwort ist durch meinen vorstehenden GB-Eintrag gegeben. Wir werden uns im Umweltausschuss des Stadtrats mit der Problematik des Klimaschutzkonzeptes weiter sehr sachorientiert befassen. Da gehört das Thema federführend hin, wie Sie ja als BIZ-Vertreter dort wissen. Was den Verkehr anbelangt: Ich habe für Ihre Forderungen durchaus Verständnis. Sie müssen aber bezahlbar sein. Das gilt auch für eine kommunale KEVAG / KVS. Das Ökologische ist im Blick zu halten, das Wirtschaftliche aber auch. Auch ich schätze die Institution und die Arbeit des Fahrradbeauftragten. Noch liegt sein Konzept mit Handlungsempfehlungen nicht vor. Insofern ist es für Bewertungen in die eine oder in die andere Richtung zu früh. Ich wünsche mir etwas Geduld. MfG JoHo
Sehr geehrter Herr Huffer-Kilian (GB 1791), Sie haben Recht: Durch die Übernahme der Mehrheitsanteile der RWE durch ein städtisches geführtes Konsortium gibt es auch bessere Chancen, das Klimaschutzprogramm der Stadt mit noch mehr Schwung zu gestalten. Als Vorsitzender der Aufsichtsräte von KEVAG und EVM und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke bin ich mir der Chancen auf diesem Feld, aber auch der damit verbundenen Verantwortung voll bewusst. Wir werden ein konkretes Programm für stärkere Nutzung regenerativer Energien und des Monitorings unserer Klimaschutzbemühungen gemeinsam mit unseren Energieversorgungsunternehmen kurzfristig entwickeln. Dabei ist dann auch Gelegenheit, sich mit denen von Ihnen gestellten Fragen konkret auseinander zu setzen. Lassen Sie mich Ihnen als Wirtschafts- und als Umweltdezernent versichern: Unseren lokalen Beitrag zur Energiewende zu leisten, ist mir ein wichtiges Anliegen von Herzen und mit Verstand. MfG JoHo
Liebe Familie Haupt (GB 1790), ich kann Ihnen leider nicht zustimmen. Ein Halteverbot ist nun einmal ein Halteverbot und damit schärfer als ein Parkverbot. Ein Verstoß gegen das Halteverbot muss gerade deshalb verfolgt werden, weil sonst die geschaffenen Regeln nicht durchgesetzt werden können, auch wenn zum Beispiel in dem Augenblick des Haltens kein Radfahrer kommt und auch sonst keine Verkehrsbeeinträchtigung erfolgt. Ich bin sicher, dass es Aufnahmepunkte gibt, bei denen ggf. zwar Parken, nicht aber auch das Halten verboten ist. Im Übrigen, was den häufig im Gästebuch zu lesenden Vorwurf "mangelnder Sensibiltät des Ordnungsamtes" anbelangt: eine selbst erlebte, internationale Erfahrung. Ich habe mir für den Urlaub an der holländischen Nordseeküste einen "Anwohnerparkausweis" bei der Gemeinde gekauft und beim Parken im Anwohnerbereich an meiner aufgeklappten Sonnenblende über den Fahrersitz gut sichtbar angebracht. Das dortige Ordnungsamt hat das offenbar gleichwohl übersehen und mir einen Strafzettel verhängt wegen angeblich unerlaubten Parkens im Bereich des Anwohnerparkens. Strafgeld: 90 Euro! MfG JoHo
Sehr geehrte Frau Debrich (GB 1788) und ppoehler (GB 1789),
unser Amt für Wirtschaftsförderung hat sich unmittelbar nach dem ersten Gästebucheintrag in dieser Sache mit dem ECE-Management in Verbindung gesetzt. Ich gehe davon aus, dass von dorther auch alsbald eine Stellungnahme oder Aktion erfolgt. Insofern sind wir von uns aus tätig geworden, ohne Einschaltung der SGB-Nord bisher.
MfG
JoHo
unser Amt für Wirtschaftsförderung hat sich unmittelbar nach dem ersten Gästebucheintrag in dieser Sache mit dem ECE-Management in Verbindung gesetzt. Ich gehe davon aus, dass von dorther auch alsbald eine Stellungnahme oder Aktion erfolgt. Insofern sind wir von uns aus tätig geworden, ohne Einschaltung der SGB-Nord bisher.
MfG
JoHo
Sehr geehrter Herr Roos (GB 1785),
Ihre Rechnung vom 10.06.2013 beinhaltete sowohl eine Zahlungsverpflichtung für den Eigenbetrieb Stadtentwässerung als auch für das städtische Tiefbauamt. Die verzögerte Zahlung durch das Tiefbauamt begründet sich daraus, dass Ihre Rechnung zuerst vom Eigenbetrieb geprüft und gezahlt wurde. Nachdem das Tiefbauamt die Rechnung am 05.07.2013 erhalten hatte, wurde diese am selben Tag kontiert und die Finanzbuchhaltung angewiesen, den Restbetrag zu buchen und die Zahlung zu leisten. Der Restbetrag müsste zwischenzeitlich Ihrem Konto gutgeschrieben sein. Die verspätete Zahlung bitte ich zu entschuldigen. Die Verwaltung wird in Zukunft das Verwaltungsverfahren so gestalten, dass eine fristgerechte Zahlung möglich ist. Diese Stellungnahme ist mit den Fachämtern der Stadtverwaltung abgestimmt.
Viele Grüße
Hofmann-Göttig, Oberbürgermeister
Ihre Rechnung vom 10.06.2013 beinhaltete sowohl eine Zahlungsverpflichtung für den Eigenbetrieb Stadtentwässerung als auch für das städtische Tiefbauamt. Die verzögerte Zahlung durch das Tiefbauamt begründet sich daraus, dass Ihre Rechnung zuerst vom Eigenbetrieb geprüft und gezahlt wurde. Nachdem das Tiefbauamt die Rechnung am 05.07.2013 erhalten hatte, wurde diese am selben Tag kontiert und die Finanzbuchhaltung angewiesen, den Restbetrag zu buchen und die Zahlung zu leisten. Der Restbetrag müsste zwischenzeitlich Ihrem Konto gutgeschrieben sein. Die verspätete Zahlung bitte ich zu entschuldigen. Die Verwaltung wird in Zukunft das Verwaltungsverfahren so gestalten, dass eine fristgerechte Zahlung möglich ist. Diese Stellungnahme ist mit den Fachämtern der Stadtverwaltung abgestimmt.
Viele Grüße
Hofmann-Göttig, Oberbürgermeister
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Hofmann-Göttig
Zwei Anliegen, die Sie bitte verstärkt angehen mögen:
1) Wie Sie wissen, begrüßen wir (der BUND) die von Ihnen vorangetriebene Rekommunalisierung der Kevag sehr und erwarten dadurch einen erhöhten Einfluss der Stadt und insbesondere Ihrer Person auf die Zurückdrängung von Kohle und Atom im Strommix des hiesigen Grundversorgers. Leider haben wir dazu noch wenig Konkretes von Ihnen gehört, und so bin ich gespannt auf Ihre Antwort an Herrn Huffer-Kilian und auch auf den Personenkreis, für den Sie den von Dr. Bernhard angeregten Klimaschutzvortrag für relevant halten. (Eine Abdrängung nur in den Umweltausschuss ist wenig angemessen angesichts der wachsenden Klimaproblematik.
2) Ein anderes Problem mit dem Kauf der Kevag ist die Geschäftspolitik im Bereich Verkehr. Bitte nehmen Sie Einfluss auf ein besseres und sozialeres Angebot im städtischen Busbetrieb. Dies reicht von einem Sozialticket für arme Bevölkerungsteile über ein bezahlbares Studententicket bis hin zur Öffnung der Busspuren und des Busbahnhofs für den Radverkehr. Hiewr stellt sich dem Vewrnehmen nach die Kevag quer.
Und da wir gerade beim Thema Verkehr sind: In Zusammenarbeit mit der Verkehrsverbund sollte auch die Seilbahn bezahlbarer und in den ÖPNV integriert werden. Wenn Ihnen das als zu großer und unbezahlbarer Wunschzettel vorkommt, informieren Sie und ihre Fachabteilungen sich doch einmal in Freiburg, wo gerade durch die Angebotsverbesserungen im ÖPNV eine höhere Wirtschaftlichkeit erreicht wurde. Und als Umweltdezernent dürfte Sie doch eigentlich auch erfreuen, dass dort die Innenstadt eben nicht im PKW-Verkehr erstickt. Trotz Radfahrbeauftragtem, der sehr engagiert seine Arbeit (in der ihm zugewiesenen Nische)leistet, tut sich leider wenig für die Nichtautofahrer in Koblenz. Für ein paar Kilometer Schutzstreifen (z.B. in der Bahnhofstraße, in der Moselweißer Straße, am Moselufer, nur um 3 Beispiele zu nennen)oder eine Auffrischung der roten Warnfarben auf Radwegen/streifen müsste doch noch etwas Farbe da sein.
Freundliche Grüße
Egbert Bialk, BUND-Vorsitzender
Zwei Anliegen, die Sie bitte verstärkt angehen mögen:
1) Wie Sie wissen, begrüßen wir (der BUND) die von Ihnen vorangetriebene Rekommunalisierung der Kevag sehr und erwarten dadurch einen erhöhten Einfluss der Stadt und insbesondere Ihrer Person auf die Zurückdrängung von Kohle und Atom im Strommix des hiesigen Grundversorgers. Leider haben wir dazu noch wenig Konkretes von Ihnen gehört, und so bin ich gespannt auf Ihre Antwort an Herrn Huffer-Kilian und auch auf den Personenkreis, für den Sie den von Dr. Bernhard angeregten Klimaschutzvortrag für relevant halten. (Eine Abdrängung nur in den Umweltausschuss ist wenig angemessen angesichts der wachsenden Klimaproblematik.
2) Ein anderes Problem mit dem Kauf der Kevag ist die Geschäftspolitik im Bereich Verkehr. Bitte nehmen Sie Einfluss auf ein besseres und sozialeres Angebot im städtischen Busbetrieb. Dies reicht von einem Sozialticket für arme Bevölkerungsteile über ein bezahlbares Studententicket bis hin zur Öffnung der Busspuren und des Busbahnhofs für den Radverkehr. Hiewr stellt sich dem Vewrnehmen nach die Kevag quer.
Und da wir gerade beim Thema Verkehr sind: In Zusammenarbeit mit der Verkehrsverbund sollte auch die Seilbahn bezahlbarer und in den ÖPNV integriert werden. Wenn Ihnen das als zu großer und unbezahlbarer Wunschzettel vorkommt, informieren Sie und ihre Fachabteilungen sich doch einmal in Freiburg, wo gerade durch die Angebotsverbesserungen im ÖPNV eine höhere Wirtschaftlichkeit erreicht wurde. Und als Umweltdezernent dürfte Sie doch eigentlich auch erfreuen, dass dort die Innenstadt eben nicht im PKW-Verkehr erstickt. Trotz Radfahrbeauftragtem, der sehr engagiert seine Arbeit (in der ihm zugewiesenen Nische)leistet, tut sich leider wenig für die Nichtautofahrer in Koblenz. Für ein paar Kilometer Schutzstreifen (z.B. in der Bahnhofstraße, in der Moselweißer Straße, am Moselufer, nur um 3 Beispiele zu nennen)oder eine Auffrischung der roten Warnfarben auf Radwegen/streifen müsste doch noch etwas Farbe da sein.
Freundliche Grüße
Egbert Bialk, BUND-Vorsitzender
Sehr geehrter Herr OB,
seit dem 1.1. dieses Jahres sind Sie der oberste Energiebeauftragte unserer Stadt, weil Sie ja Aufsichtsratsvorsitzender unserer Kevag geworden sind. Zudem liegt das vor 2 Jahren überarbeitete und beschlossene Klimaschutzkonzept für Koblenz in Ihren Händen. Ich finde, dass das ein Glücksfall für die Politik in unserer Stadt ist, weil die oft behauptete Querschnittsaufgabe bei Ihnen ganz konkret zusammen geführt wird und damit für eine „Politik aus einer Hand“ ideale Voraussetzungen liefert.
Seit 1997 ist Koblenz im Klima-Bündnis, seit 1998 in der Lokalen Agenda, und hat nun schon sein 2. Kimaschutzkonzept – meiner Meinung nach eine kleine Erfolgsgeschichte mit vielen Möglichkeiten zur Verbesserung. Eine möchte ich an dieser Stelle einbringen.
Ziel gemäß unseres Klimaschutzkonzeptes ist es, bis 2020 den Anteil der Erneuerbaren Energien auf 18% zu steigern, zudem sollen in 10 Jahren 20% CO2 Einsparungen erzielt werden. Meiner Meinung nach sind diese Ziele viel schneller zu erreichen, seit die Kevag nun in Stadthand ist. Das ist eine hervorragende Gelegenheit.
Die Umstellung des Stromeinkaufs durch die Kevag auf nur noch 100% Erneuerbare Energien brächte uns dem Ziel des beschlossenen Klimaschutzkonzeptes erheblich schneller näher. Beispiele von anderen Energieversorgern wurden Ihnen an dieser Stelle ja schon genannt (z.B. Entega Mainz).
Problem des Stromeinkaufs durch die Kevag ist der hohe Anteil von Braun- und Steinkohle. Dies vermasselt uns die CO2-Bilanz. Das ist nicht der politische Wille in unserer Stadt, siehe eben Klimaschutzkonzept.
Wenn eine Umstellung auf 100% Erneuerbare erfolgt, wären wir sogar besser als es das Trend-Szenario (Seite 36) im Endbericht des Klimaschutzkonzeptes des ifeu beschreibt. Das wäre doch super!
Aber:
Allem Anschein nach hat RWE beim Verkauf der Kevag an die Stadt so verhandelt, dass man den umwelt- und menschenzerstörenden Kohlestrom von RWE weiterhin in Koblenz beziehen muss. Ich frage Sie, ob das so stimmt.
Die Braunkohle, die RWE zur Stromerzeugung um Umkreis von Köln nutzt, zerstört Existenzen, Dörfer, Landschaft. Ein Besuch im Hambacher Forst reicht aus, um das Ausmaß leibhaft zu sehen, meiner Meinung nach ein Verbrechen an der Natur, an den Menschen, die dort leben und deren Dörfer zerstört werden.
Die Steinkohle, die RWE zur Stromerzeugung nutzt, stammt häufig aus Kolumbien, und zwar aus den Regionen César und La Guajira. Der US-Bergbaukonzern Drummond, mit dem RWE Geschäftsbeziehungen unterhält, wird in den USA in zwei Zivilklagen bezichtigt, am Mord zweier Gewerkschafter, Valmore Locarno und Victor Orcasita, mitverantwortlich zu sein. RWE-Vorstand Terium hat am 18. April auf der Aktionärsversammlung versprochen, die Beziehungen zu Drummond bis zur endgültigen Klärung ruhen zu lassen.
RWE bezieht allem Anschein nach auch Steinkohle aus La Guajira. Dort soll nun der kleine Ort Roche, dessen Leiter Yoe Arregoces schon mal hier in Koblenz mein Gast war, wegen des Ausbaues des Steinkohle-Tagebaus enteignet werden.
Der Strombezug durch die Kevag über RWE basiert auf viel menschlichem Leid bis hin zum Mord.
In der Broschüre „Bitter Coal“ der Menschenrechtsorganisationen FIAN und urgewald ist einiges davon gut recherchiert aufbereitet. Ich habe Ihnen und dem Kevag-Vorstand am 8. Mai diese Studie in die Briefkästen gelegt.
Meine Bitten:
Fragen Sie bei RWE nach, ob die Geschäftsbeziehungen zu Drummond ruhen und wie RWE weiter gedenkt, mit Drummond umzugehen.
Fragen Sie RWE, ob die Enteignungsverfahren gegen die Gemeinde Roche in La Guajira bekannt sind und ob RWE deshalb die Geschäftsbeziehungen zum dortigen Bergbauunternehmen ebenfalls ruhen lässt.
Ob man Verträge kündigen kann, die auf Menschenrechts- und Umweltverbrechen basieren?
Wir wollen in Koblenz sauberen Strom: sauber in der Erzeugung mit wenig CO2 Emissionen, sauber im Umgang mit den Menschen und ohne deren Rechte zu verletzen. Klimaschutz und Menschenrechtsschutz gehen hier Hand in Hand, und das liegt nun stark auch in Ihrer Hand.
Mit freundlichen Grüßen
Werner Huffer-Kilian
seit dem 1.1. dieses Jahres sind Sie der oberste Energiebeauftragte unserer Stadt, weil Sie ja Aufsichtsratsvorsitzender unserer Kevag geworden sind. Zudem liegt das vor 2 Jahren überarbeitete und beschlossene Klimaschutzkonzept für Koblenz in Ihren Händen. Ich finde, dass das ein Glücksfall für die Politik in unserer Stadt ist, weil die oft behauptete Querschnittsaufgabe bei Ihnen ganz konkret zusammen geführt wird und damit für eine „Politik aus einer Hand“ ideale Voraussetzungen liefert.
Seit 1997 ist Koblenz im Klima-Bündnis, seit 1998 in der Lokalen Agenda, und hat nun schon sein 2. Kimaschutzkonzept – meiner Meinung nach eine kleine Erfolgsgeschichte mit vielen Möglichkeiten zur Verbesserung. Eine möchte ich an dieser Stelle einbringen.
Ziel gemäß unseres Klimaschutzkonzeptes ist es, bis 2020 den Anteil der Erneuerbaren Energien auf 18% zu steigern, zudem sollen in 10 Jahren 20% CO2 Einsparungen erzielt werden. Meiner Meinung nach sind diese Ziele viel schneller zu erreichen, seit die Kevag nun in Stadthand ist. Das ist eine hervorragende Gelegenheit.
Die Umstellung des Stromeinkaufs durch die Kevag auf nur noch 100% Erneuerbare Energien brächte uns dem Ziel des beschlossenen Klimaschutzkonzeptes erheblich schneller näher. Beispiele von anderen Energieversorgern wurden Ihnen an dieser Stelle ja schon genannt (z.B. Entega Mainz).
Problem des Stromeinkaufs durch die Kevag ist der hohe Anteil von Braun- und Steinkohle. Dies vermasselt uns die CO2-Bilanz. Das ist nicht der politische Wille in unserer Stadt, siehe eben Klimaschutzkonzept.
Wenn eine Umstellung auf 100% Erneuerbare erfolgt, wären wir sogar besser als es das Trend-Szenario (Seite 36) im Endbericht des Klimaschutzkonzeptes des ifeu beschreibt. Das wäre doch super!
Aber:
Allem Anschein nach hat RWE beim Verkauf der Kevag an die Stadt so verhandelt, dass man den umwelt- und menschenzerstörenden Kohlestrom von RWE weiterhin in Koblenz beziehen muss. Ich frage Sie, ob das so stimmt.
Die Braunkohle, die RWE zur Stromerzeugung um Umkreis von Köln nutzt, zerstört Existenzen, Dörfer, Landschaft. Ein Besuch im Hambacher Forst reicht aus, um das Ausmaß leibhaft zu sehen, meiner Meinung nach ein Verbrechen an der Natur, an den Menschen, die dort leben und deren Dörfer zerstört werden.
Die Steinkohle, die RWE zur Stromerzeugung nutzt, stammt häufig aus Kolumbien, und zwar aus den Regionen César und La Guajira. Der US-Bergbaukonzern Drummond, mit dem RWE Geschäftsbeziehungen unterhält, wird in den USA in zwei Zivilklagen bezichtigt, am Mord zweier Gewerkschafter, Valmore Locarno und Victor Orcasita, mitverantwortlich zu sein. RWE-Vorstand Terium hat am 18. April auf der Aktionärsversammlung versprochen, die Beziehungen zu Drummond bis zur endgültigen Klärung ruhen zu lassen.
RWE bezieht allem Anschein nach auch Steinkohle aus La Guajira. Dort soll nun der kleine Ort Roche, dessen Leiter Yoe Arregoces schon mal hier in Koblenz mein Gast war, wegen des Ausbaues des Steinkohle-Tagebaus enteignet werden.
Der Strombezug durch die Kevag über RWE basiert auf viel menschlichem Leid bis hin zum Mord.
In der Broschüre „Bitter Coal“ der Menschenrechtsorganisationen FIAN und urgewald ist einiges davon gut recherchiert aufbereitet. Ich habe Ihnen und dem Kevag-Vorstand am 8. Mai diese Studie in die Briefkästen gelegt.
Meine Bitten:
Fragen Sie bei RWE nach, ob die Geschäftsbeziehungen zu Drummond ruhen und wie RWE weiter gedenkt, mit Drummond umzugehen.
Fragen Sie RWE, ob die Enteignungsverfahren gegen die Gemeinde Roche in La Guajira bekannt sind und ob RWE deshalb die Geschäftsbeziehungen zum dortigen Bergbauunternehmen ebenfalls ruhen lässt.
Ob man Verträge kündigen kann, die auf Menschenrechts- und Umweltverbrechen basieren?
Wir wollen in Koblenz sauberen Strom: sauber in der Erzeugung mit wenig CO2 Emissionen, sauber im Umgang mit den Menschen und ohne deren Rechte zu verletzen. Klimaschutz und Menschenrechtsschutz gehen hier Hand in Hand, und das liegt nun stark auch in Ihrer Hand.
Mit freundlichen Grüßen
Werner Huffer-Kilian
Hallo Herr Prof. Hofmann-Göttig,
auch wir wollen uns über die mangelnde Sensibilität des Ordnungsamtes beschweren.
Mein Mann holt mich abends immer von der Arbeit im Löhrcenter ab. Mangels ausreichendem Parkplatz hält er dazu kurz in der verbotenen Zone vor dem Löhrcenter. Wir wissen, daß dies verbotenen ist, aber es handelt sich nur um kurzes einsteigen, was keine 20 Sekunden dauert.
Wir sind auch nicht die einzigsten. Das machen fast alle, die dort Leute von der Arbeit abholen.
Gestern Abend waren dort zwei übereifrige Ordnungshüter am Werk und kannten keine Gnade.
Auch wir wurden fotografiert, mit anderen gab es sogar Diskussionen, aber die beiden waren gnadenlos. Begründet haben sie das mit Halteverbot und Radfahrweg. Es kamen aber keine Fahrräder und das Einsteigen war in Sekundenschnelle.
Hier sollte das Ordnungsamt auch sehr sensibel vorgehen, wo sollen wir uns denn nach der Arbeit abholen lassen? Nach einem anstrengendem Arbeitstag bin ich froh abgeholt zu werden und ein Teil meines Lohns geht jetzt an die Stadtkasse.
Martina und Ernst Haupt
auch wir wollen uns über die mangelnde Sensibilität des Ordnungsamtes beschweren.
Mein Mann holt mich abends immer von der Arbeit im Löhrcenter ab. Mangels ausreichendem Parkplatz hält er dazu kurz in der verbotenen Zone vor dem Löhrcenter. Wir wissen, daß dies verbotenen ist, aber es handelt sich nur um kurzes einsteigen, was keine 20 Sekunden dauert.
Wir sind auch nicht die einzigsten. Das machen fast alle, die dort Leute von der Arbeit abholen.
Gestern Abend waren dort zwei übereifrige Ordnungshüter am Werk und kannten keine Gnade.
Auch wir wurden fotografiert, mit anderen gab es sogar Diskussionen, aber die beiden waren gnadenlos. Begründet haben sie das mit Halteverbot und Radfahrweg. Es kamen aber keine Fahrräder und das Einsteigen war in Sekundenschnelle.
Hier sollte das Ordnungsamt auch sehr sensibel vorgehen, wo sollen wir uns denn nach der Arbeit abholen lassen? Nach einem anstrengendem Arbeitstag bin ich froh abgeholt zu werden und ein Teil meines Lohns geht jetzt an die Stadtkasse.
Martina und Ernst Haupt
Sehr geehrte Frau Debrich,
Sie dürften mehr erreichen, wenn Sie sich gleich an die Gewerbeaufsicht bei der SGD Nord wenden. Nach meiner Erfahrung ist man dort schneller und kompetenter. Dort gibt es auch für solche Fragen geschultes Personal.
Sie dürften mehr erreichen, wenn Sie sich gleich an die Gewerbeaufsicht bei der SGD Nord wenden. Nach meiner Erfahrung ist man dort schneller und kompetenter. Dort gibt es auch für solche Fragen geschultes Personal.