Bild Profil OB Grußwort von OB Hofmann-Göttig im Lotto Magazin „200 Jahre Großfestung Koblenz“, Koblenz, März 2017

“ Liebe Leserinnen und Leser,

nicht zuletzt ihren historischen Bauten verdankt unsere schöne Stadt Koblenz ihren Ruf als eine international bedeutende touristische Metropole.

In diesem Jahr können die Koblenzerinnen und Koblenzer ein bedeutendes Jubiläum feiern: Vor 200 Jahren erfolgte der Ausbau unserer schönen Stadt zur Großfestung, die herrschenden Preußen befestigten Koblenz mit riesigen Fortanlagen, die auch heute noch stadtprägend sind.
Die Stadt Koblenz verfügt dadurch über die zweitgrößte Festungsanlage in ganz Europa, nur Gibraltar ist noch größer. Unter der Großfestung darf man jetzt allerdings nicht, wie das immer wieder mal vorkommt, einzig die Festung Ehrenbreitstein verstehen. Die Großfestung Koblenz besteht neben diesem wohl bekanntesten Teil auch noch aus der Feste Franz, dem Fort Konstantin und dem Fort Asterstein. All diese Anfang des 19. Jahrhunderts errichteten Bauwerke zusammen und einige weitere heute nicht mehr existente Befestigungsanlagen bildeten die damalige preußische Festung Koblenz.

Am 23. April 1815 verlas mein damaliger Amtsvorgänger OB Johann Josef Mazza vor versammelter Bürgerschaft und paradierenden preußischen Truppen auf dem Schlossplatz das Besitzergreifungspatent des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. für Koblenz. Unter Geläut und Böllerschüssen zog man schließlich zum „Plan“ und befestigte den preußischen Adler am damaligen Rathaus. Die fast 20-jährige französische Herrschaft über unsere Stadt war Vergangenheit. Im selben Jahr schon erging von Berlin aus die „Order zur Neubefestigung der Stadt Coblenz“. Zwei Jahre später war es dann soweit: Am 16. April 1817 wurde auf dem Petersberg der Grundstein für die Feste Kaiser Frank gelegt, zwei Monate später, am 5. Juni, folgte die Grundsteinlegung auf dem Ehrenbreitstein. Rings um die Stadt entstanden starke Außenforts. So erheben sich immer noch einige Festungsanlagen auch heute noch in und um unsere Stadt, die massiven Mauern der Bauwerke prägen weithin sichtbar das Stadtbild von Koblenz mit.
Übrigens überreichte mir Bundesbauministerin Barbara Hendricks im Rahmen des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus“ eine Förderurkunde über 2,4 Mio. Euro für die Großfestung Koblenz, mit diesen Mitteln sollen die Anlagen saniert und erhalten werden.

Liebe Leserinnen und Leser,
Das 200 – jährige Jubiläum werden wir gebührend feiern: Freuen Sie sich schon jetzt auf zahlreiche Veranstaltungen, die die Stadt Koblenz gemeinsam mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) sowie vielen anderen Vereinen und Institutionen organisieren wird, um dies gebührend zu feiern!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Joachim Hofmann-Göttig“

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