Liebe Leserinnen und Leser,

In diesem Jahr können die Koblenzerinnen und Koblenzer ein bedeutendes Jubiläum feiern: Vor 200 Jahren erfolgte der Ausbau unserer schönen Stadt zur Großfestung, die herrschenden Preußen befestigten Koblenz mit riesigen Fortanlagen, die auch heute noch stadtprägend sind.
Die Stadt Koblenz verfügt dadurch über eine der größten Festungsanlagen in ganz Europa. Unter der Großfestung darf man jetzt allerdings nicht, wie das immer wieder mal vorkommt, einzig die Festung Ehrenbreitstein verstehen. Die Großfestung Koblenz besteht neben diesem wohl bekanntesten Teil auch noch aus der Feste Franz, dem Fort Konstantin, dem Fort Asterstein sowie der Neuendorfer Flesche. All diese Anfang des 19. Jahrhunderts errichteten Bauwerke zusammen und einige weitere heute nicht mehr existente Befestigungsanlagen bildeten die damalige preußische Festung Koblenz.

Am 23. April 1815 verlas mein damaliger Amtsvorgänger OB Johann Josef Mazza vor versammelter Bürgerschaft und paradierenden preußischen Truppen auf dem Schlossplatz das Besitzergreifungspatent des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. für Koblenz. Unter Geläut und Böllerschüssen zog man schließlich zum „Plan“ und befestigte den preußischen Adler am damaligen Rathaus. Die fast 20-jährige französische Herrschaft über unsere Stadt war Vergangenheit. Im selben Jahr schon erging von Berlin aus die „Order zur Neubefestigung der Stadt Coblenz“. Zwei Jahre später war es dann soweit: Am 16. April 1817 wurde auf dem Petersberg der Grundstein für die Feste Kaiser Frank gelegt, zwei Monate später, am 5. Juni, folgte die Grundsteinlegung auf dem Ehrenbreitstein. Rings um die Stadt entstanden starke Außenforts. So erheben sich immer noch einige Festungsanlagen auch heute noch in und um unsere Stadt, die massiven Mauern der Bauwerke prägen weithin sichtbar das Stadtbild von Koblenz mit.

Das 200 – jährige Jubiläum werden wir gebührend feiern: Freuen Sie sich auf mehr als 25 Veranstaltungen, die die Stadt Koblenz mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Koblenz, der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), den BUGA-Freunden sowie den Fördervereinen und und anderen Institutionen organisieren wird, um dies zu in einem würdigen Rahmen zu feiern!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Joachim Hofmann-Göttig 

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