Grußwort von OB Hofmann-Göttig zum 135-jährigen Bestehen der Studentenverbindung  „Philisterzirkels Confluentia zu Koblenz“ , Koblenz, März 2011

Zum 135-jährigen Bestehen des „Philisterzirkels Confluentia zu Koblenz“ gratuliere ich herzlich. Unsere mehr als 2000 Jahre alte Stadt Koblenz ist ein angemessener Ort, Heimat des ältesten deutschen CV-Zirkels zu sein.
Studentenverbindungen haben seit jeher eine große Bedeutung in unserer Gesellschaft. Sie sind nicht bloße wissenschaftliche Zirkel, die sich in akademischer Abgeschiedenheit auf Gespräche in den einzelnen Fachrichtungen beschränken. Sie stehen vielmehr für einen breiten gesellschaftlichen Dialog über alle aktuellen Fragen, für ein echtes Miteinander, für Kameradschaft und für Freundschaft. Sie haben Vorbildwirkung in punkto Zuverlässigkeit, Treue, Disziplin, Geradlinigkeit und Traditionspflege. Und sie zeigen das, was für jeden selbstbewussten Staat eine Selbstverständlichkeit sein sollte: Liebe zur Heimat und Stolz auf die in Jahrhunderten erbrachten kulturellen Leistungen. Blicken wir nur zurück auf das Jahr 1832, als beim Hambacher Fest Mitglieder der Studenten gemeinsam mit Bauern, Handwerkern und Bürgern aller Schichten für Einheit und Freiheit in Deutschland demonstriert und damit deutliche Signale gesetzt haben. Mit einem Wort: Studenten- verbindungen verkörpern Tugenden, die gerade in einer Zeit, wo Orientierungslosigkeit und Egoismus mehr und mehr um sich greifen, von großem Wert sind. Im Wahlspruch des Philisterzirkels Confluentia – „Ewig bleiben treu die Alten“  – sind diese Tugenden programmatisch zusammengefasst.
Ich wünsche dem CV-Philisterzirkel Confluentia zu Koblenz, dass er auch in Zukunft seine erfolgreiche Gemeinschaftsarbeit kontinuierlich fortsetzt.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Joachim Hofmann-Göttig

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