Wortlaut der Pressemitteilung der Stadt Koblenz, 22.12.2011
Quelle Link: http://www.koblenz.de/cgi-bin/r30msvcshop_detail_anzeige.pl?var_hauptpfad=../r30/vc_shop/&var_fa1_select=var_fa1_select||196|&var_te1=1577

” Kosten sparen durch Umweltschutz
Stadt Koblenz und Landkreis Mayen-Koblenz starten erste Projektrunde „ÖKOPROFIT“
 
(Koblenz: 22.12.11) „Ökologisch“ arbeiten und dabei noch den „Profit“ erhöhen, das ist das Ziel von „ÖKOPROFIT“. Am 20. Dezember 2011 starteten die Stadt Koblenz und der Landkreis Mayen-Koblenz gemeinsam die erste Runde von „ÖKOPROFIT“. Unterstützt wird das Projekt von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein mbH sowie der IHK und der HWK Koblenz. „ÖKOPROFIT“ ist ein Kooperationsprojekt von Kommunen und Unternehmen, das den Unternehmen den Einstieg in ein Umweltmanagement erleichtert. Die Erfahrung aus „ÖKOPROFIT-Runden“ anderer Kommunen hat gezeigt, dass die Umsetzung von vielen Maßnahmen keine oder nur geringe Kosten verursachen, aber erhebliche Kosteneinsparungen zur Folge haben.

An der ersten „ÖKOPROFIT-Runde“ beteiligen sich Betriebe aus den unterschiedlichsten Branchen:

• CJD Berufsförderungswerk Koblenz Gemeinnützige GmbH
• Fachhochschule Koblenz (Standort Remagen)
• Fachhochschule Koblenz (Standort Koblenz )
• Gemeinschaftsklinikum Koblenz-Mayen (Standort Kemperhof Koblenz)
• Herz-Jesu-Haus Kühr
• Josef Höfer GmbH
• Kloster Arenberg
• KANN GmbH Baustoffwerke
• Kreissparkasse Mayen (Standort Mayen)
• Kreissparkasse Mayen (Standort Plaidt)
• Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar gGmbH
• Thönnissen GmbH – Werkstatt für Orthopädie-Technik

„Gerade durch dieses weite Spektrum an Branchen ergeben sich Chancen für Synergien unter den Betrieben. Viele Fragestellungen sind jedoch trotz der unterschiedlichen Branchen von generellem Interesse,“ erläutert Andreas Brühl vom Beratungsbüro Arqum.

Auch die Gründe der Betriebe, an ÖKOPROFIT teilzunehmen, ähneln sich sehr. Ganz vorne steht das Thema Mitarbeitermotivation. Denn, darin herrscht Einigkeit unter den Vertretern der teilnehmenden Betriebe, Erfolge lassen sich nur dann erzielen, wenn alle an einem Strang ziehen. Zwei weitere Motive werden sehr häufig genannt: Der Wille, einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz zu leisten, sowie der Erfahrungsaustausch der Betriebe untereinander, von denen neue Impulse erhofft werden. Ein weiterer wichtiger Grund zur Teilnahme ist das Thema Rechtssicherheit.

In acht gemeinsamen Workshops werden die Betriebe innerhalb eines Jahres alle umweltrelevanten Themen erarbeiten, um Verbesserungsmaßnahmen für den betrieblichen Umweltschutz festzulegen und auch umzusetzen. Thematische Inhalte sind u.a. Energie, Wasser/Abwasser, Gefahrstoffe, aber auch rechtliche Aspekte, Arbeitsschutz und Beschaffung.
Neben den gemeinsamen Workshops wird das Umweltberatungsbüro Arqum aus Frankfurt auch vier Termine vor Ort bei den einzelnen Betrieben durchführen. Hier werden Verbesserungen und mögliche Einsparpotentiale der Betriebe ermittelt. Gemeinsam mit den Umweltberatern erarbeiten die Betriebe Lösungen und überprüfen, ob diese wirtschaftlich realisierbar sind.  Am Ende des ca. einjährigen Prozesses steht dann die Auszeichnung als „ÖKOPROFIT Betrieb“. Angedacht ist, die Betriebe auch nach diesem Jahr weiter zu betreuen und in einem Netzwerk über aktuelle Entwicklungen im Umweltschutz auf dem Laufenden zu halten.

Das Modell ÖKOPROFIT stammt ursprünglich aus Graz und wurde durch die Stadt München auf Deutschland übertragen. „ÖKOPROFIT ist eine einfache und kostengünstige Vorstufe zum Umweltmanagementsystem“, so Brühl.

ÖKOPROFIT ist ein weiteres Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes, die vor allem von der Lokalen Agenda 21 der Stadt Koblenz und der Integrierten Umweltberatung im Landkreis Mayen-Koblenz angestoßen wurde. ÖKOPROFIT soll künftig auch dauerhaft gemeinsam weiter durchgeführt werden.

Landrat Dr. Saftig betont: „Gerade in Zeiten zunehmender örtlicher aber auch überörtlicher Konkurrenz ist es für den einzelnen Betrieb wichtig, sich zukunftsweisend aufzustellen. Der Umweltschutz und damit verbunden die Nachhaltigkeit sind dabei gegenüber den Kunden wesentliche Faktoren“. Oberbürgermeister Prof. Dr. Hofmann-Göttig hebt hervor, dass ÖKOPROFIT ein wichtiger Baustein im Klimaschutzkonzept der Stadt Koblenz ist. Die Erfahrungen aus über 80 Kommunen in denen ÖKOPROFIT bereits durchgeführt wird, belegen das hohe Einsparpotential an CO2, welches durch dieses Projekt realisiert werden kann. Diese Chance soll nun auch im Norden von Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis umgesetzt werden.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Andreas Brühl, Arqum GmbH, Tel.-Nr.: 069/60 60 7331
Dr. Rüdiger Kape, Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Tel.-Nr.: 0261/108 420
Bernd Bodewing, Stadt Koblenz, Tel.-Nr.: 0261/ 129 1529 “

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