Grußwort von OB Hofmann-Göttig zu 30 Jahre Freundeskreis des Koblenzer Theaters e.V., 30. März 2012

” Theaterspiel ist immer ein Ereignis, aus dem Kraft und Kreativität gewonnen werden kann. Vergnügen, Bildung und Ästhetik sind nur einige menschliche Bedürfnisse, die sich mit seinem Wirken verbinden. Dass Deutschland über weit mehr als 2000 aktive Theaterstandorte verfügt, lässt sich aus seiner einmaligen Theatergeschichte herleiten und zeigt, dass die Darstellende Kunst, wenn sie auch ihrem Wesen und dem gesellschaftlichen Wandel nach Veränderungen und Entwicklungen unterliegt und unterliegen muss, nach wie vor anerkannt und einen bedeutenden Platz im kulturellen Leben der Menschen einnimmt.


Das Koblenzer Stadttheater nimmt seit 1787 diesen bedeutenden Platz für unsere Bürgerinnen und Bürger ein. Dem Freundeskreis mit seinem 1. Vorsitzenden Herrn Hubert Scherer kommt dabei seit dreißig Jahren mit seinem Engagement besondere Bedeutung zu, denn Freunde und Förderer eines Theaters sind keine Theatergänger wie alle anderen. Sie bekennen sich zum Haus und kennen es deshalb besser, sie unterstützen es und bekommen mehr zurück. Die Freundschaft zum Theater und zu anderen Theater-Begeisterten ist ein ganz besonderes Band. Der amerikanische Schriftsteller Henry Miller sagte einmal: „Ein Theaterstück ist unter anderem immer auch ein Liebesbrief, gerichtet an die Welt, von der sehnsüchtig eine liebevolle Antwort erhofft wird.“ Die vergangenen drei Jahrzehnte haben gezeigt, dass der Freundeskreis dem Stadttheater diese – um wieder mit Miller zu sprechen – „liebevolle Antwort“ gegeben hat, indem seine Mitglieder dieses Schauspielhaus, eine der wichtigsten kulturellen Einrichtungen in Koblenz,  umfassend unterstützt haben.
Als Oberbürgermeister der Stadt danke ich dem Freundeskreis für seine Arbeit und gratuliere herzlich zum Jubiläum. Im Namen aller Bürgerinnen und Bürger wünsche ich mir, dass Ihr unermüdliches Engagement zugunsten unseres Stadttheaters noch viele Jahre anhalten wird.
Mit freundlichen Grüßen

Ihr
Joachim Hofmann-Göttig

Comments are closed