Blanko Info Fotos folgen in Kürze

Montag 24. August 2015
Gleich zwei besondere Jubiläen stehen auf dem Programm: Luise Eich feiert ihren 102. Geburtstag. Wir haben im Augenblick 30 Personen zwischen 100 und 106 Jahren, darunter drei Männer. Wenn ich es mir irgendwie einrichten kann, dann gehe ich gerne gratulieren. Bei Frau Eich macht es besonders Spaß: Sie ist geistig top fit und hat Lebensfreude. Anschließend geht es zur Eisernen Hochzeit (65 Jahre) der Eheleute Agnes und Josef Schmitt. Auch hier herrscht tolle Stimmung im Kreise der Familie.

Dienstag 25. August 2015
Am Mittag habe ich ein sehr ausführliches Gespräch mit der bereits gewählten künftigen (ab 16.12.2015) Schul- und Kulturdezernenten Dr. Margit Theis-Scholz. Ich habe ein sehr gutes Gefühl und freue mich auf die künftige Stadtvorstandskollegin. Ich habe ja bereits als Bildungsstaatssekretär mit der früheren Schulleiterin und Schulaufsichtsbeamtin angenehmen Kontakt gehabt und bin froh, dass sich der Stadtrat zu einer fachlichen Besetzung der wichtigen Position entschließen konnte.
Am Nachmittag wandere ich unter Leitung des Arzheimer Ortsvorstehers Josef Kraemer neun Kilometer auf den Höhen der rechten Rheinseite. Kraemer kennt sich sehr gut aus und erklärt mir viele geschichtliche Bezüge unterwegs. Außerdem ist der ehemalige Infanterist wirklich gut zu Fuß. Da muss man sich schon anstrengen, wenn man Anschluss halten will.

Mittwoch 26. August 2015
Zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern des Sozial- und Jugendamtes besuche ich zwei Projekte der Stadtranderholung bei Rot-Weiß und traditionell hinter dem Stadion den Bauspielplatz. Ich bin begeistert von diesen Projekten der Kinder-Ferienbegleitung. Schön, dass die Kinder Spaß haben. Schön, dass die Eltern und die Ehrenamtlichen betreuen.
Am Nachmittag habe ich die Entscheider der Firma BPD Immobilienentwicklung GmbH im Büro. Sie zeigen mir ihre Planungen für die Entwicklung des Musikerviertels auf Oberwerth. Das interessiert mich nicht nur als Wirtschaftsdezernent, sondern auch als Anwohner 50 Meter Luftlinie von der Baustelle entfernt. Ich bin sicher: das wird schön werden!
Am Nachmittag gehen wir zur Neueröffnung von EDEKA Kreuzberg in der Hohenzollernstraße. Das ist nicht nur dienstlich, sondern auch von privatem Interesse. Konrad Kreuzberg führt uns mit berechtigtem Stolz durch seinen total neu aufgestellten Laden. Wir sind begeistert und beeindruckt, was da mit nur zehn Tagen Schließzeit hingestellt wurde. Der Laden ist im Inneren nicht mehr wieder zu erkennen. Toll. Glückwunsch Konrad Kreuzberg. Glückwunsch den zahlreichen Kunden und Kundinnen.

Donnerstag 27. August 2015
Seit jeher absolviere ich jährlich ein halbtägiges Praktikum in Einrichtungen mit städtischen Interessen. So war ich in der Vergangenheit Tierpfleger, Müllkutscher, Kanalarbeiter, HiPo, Stadtreiniger, Stadtgärtner; gelernt habe ich jeweils sehr viel, gerade von Dingen, die ich sonst eben nicht mache. Diesmal bin ich in der KfZ-Zulassungsstelle. Nach Begrüßung durch den neuen Leiter des Ordnungsamts Josef Hehl, der an diesem Tage seinen Geburtstag begeht, werde ich mit meinen „Kolleginnen und Kollegen“ vertraut gemacht. Und dann wird es ernst: Publikums-verkehr. Ich lerne den „workflow“, also die Prozessorganisation eines typischen Zulassungsfalls vom Antrag bis zur Schilderausgabe mit Landeswappen und TÜV-Stempel. Ich lerne einiges; man braucht echt Ahnung von dem Job, es ist stressig und gar nicht immer so einfach unter Stress freundlich zu allen Kunden zu bleiben, was den Profis deutlich souveräner als mir gelingt. Ich sehe auch, dass die räumlichen Bedingungen nicht gerade adäquat sind.
Durchaus erleichtert mache ich mich mittags zu meinem nächsten Termin, bei dem ich mich wieder deutlich sicherer fühle und nehme am Richtfest der DPD teil , deren Investitionsentscheidung in Koblenz zugleich eine Standortbekräftigung für Koblenz bedeutet. Das freut den Wirtschaftsdezernenten.
Am Nachmittag führe ich einige interne Rücksprachen im Rathaus.

Freitag 28. August 2015
Am Nachmittag nehme ich am Abschlussfest des Koblenzer Bauspielplatzes teil und habe dort Zeit, die Kinder zu beglückwünschen zu ihren tollen Bauten, mich aber auch bei den Betreuungskräften, den Eltern und Sponsoren zu bedanken für die Unterstützung.
Abends eröffne ich die „Karthäuser Kirmes“ und nehme den traditionellen Fassanstich vor. Im Anschluss an den offiziellen Teil lerne ich als Teilnehmer ein mir bis dahin unbekanntes Ritual kennen: Das Nageln. Im Kreise von etwa zehn überwiegend jungen Männern gilt es mit Hilfe eines Zimmermann-Hammers einen langen Nagel in einen Baumstumpf zu treiben. Es gibt allerdings zwei entscheidende Besonderheiten: Es wird nicht mit der großen flachen Seiten gehämmert, sondern mit der schmalen, spitzen Seite und man darf nicht zielen, sondern muss den Treffer sozusagen im Handgelenk spüren. Das ist für den ungeübten, in der Runde neben mir jedenfalls der Staatssekretär David Langner, nahezu unmöglich. Der Letzte zahlt eine Runde. Dass das weder David Langner noch mich traf, verdanken wir einigen Profi-Zimmerern in der Runde, die „versehentlich“ gelegentlich unsere Nägel trafen. Aber immerhin: zweimal hatten wir auch den Nagel auf den Kopf getroffen und ihn so mit eigener Kraft ein bis zwei Zentimeter in den Baumstumpf getrieben.

Samstag 29. August 2015
Am Spätvormittag besuche ich MAMPF, die großartige Obdachlosen-Betreuung in Lützel. Ich bin ich Gast der Gemeinde „Ahmadiyya Muslim Jamaat Koblenz“, die jeden letzten Samstag im Monat für eine warme Mahlzeit sorgt. Auf Wunsch der Gemeinde gebe ich das erste Essen aus. Ich finde es vorbildlich, was sich diese Gemeinde einfallen lässt, um zur Integration in unserer Stadt beizutragen. Ich bin sehr stolz auf Euch!
Am Nachmittag beteilige ich mich mit einem Grußwort neben Sportminister Roger Lewentz an der Wiedereröffnung des Kunstrasenplatzes des Fußballverbands Rheinland am Stadion Oberwerth.
Nach der unvermeidlichen Aktenarbeit geht es am Abend nach Metternich zur Eröffnung der Kirmes. Auch hier kann ich beweisen, dass ich mit zwei Hammerschlägen das Bierfass funktionsfähig schlagen kann und überzeuge mich zum Abschluss des Arbeitstags gern von der Qualität des Gerstensaftes.

Sonntag 30. August 2015
Normal hatte ich den Tag freigehalten, um meinen Geburtstag im Kreise von Familie, Nachbarn und engen Privatfreundschaften zu begehen. Der Plan wurde durch den Fund einer 1000 Kilogramm Fliegerbombe auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofes durchkreuzt. 10.000 Menschen mussten evakuiert werden. Und der Zustand der Bombe ließ das für den Kampfmittelräumdienst alles andere als eine Routine erscheinen.
Ich bin deshalb ab dem Spätvormittag in der Leitstelle der Feuerwehr, wo die gesamte Arbeit koordiniert wird. Ich vertrete die Bürgermeisterin, die sonst zuständig ist, aber sich urlaubsbedingt im Ausland aufhält. Die Präsenz des Stadtvorstands bei solchen Ereignissen soll es auch möglich machen, unmittelbare Entscheidungen zu treffen außerhalb der geübten Routine. Ich berichte aus der Leitstelle für die Koblenzer ohne Zeitverzug via Gästebuch auf der Info-Plattform www.hofmann-goettig.de (Einträge 2,725-2.731 vom 30,08,2015), das viel gelesen wird.
Nach erfolgreicher Entschärfung fahre ich vor Ort und bedanke mich bei allen Einsatzkräften für den Einsatz! Ich habe sehr großen Respekt vor dieser Arbeit, insbesondere des Kampfmittelräumdienstes. Danke, Ihnen allen!

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