27 Sep.
Kurz-Report von OB Hofmann-Göttig von Montag 21.09. bis Sonntag 27.09.2015
Posted in Tagebuch/Wochenberichte by joho Keine KommentareMontag 21. September 2015
Klassischer “Innentag” mit internen Rücksprachen, Stadtvorstand, Ältestenrat, Akten. Wenn ich eine typische Woche mit rund 80 Arbeitsstunden analysiere, dann sind rund 70 Prozent meiner Zeit interne Arbeit als Verwaltungschef: Akten, Rücksprachen mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, Aufsichtsräte, Stadtratsausschüsse, Gespräche mit gesellschaftlichen Gruppen, Sprechstunden u.v.a.m. 30 Prozent meiner Tätigkeit sind außen wahrnehmbar: öffentliche Auftritte, öffentliche Stadtratssitzungen, Reden, Grußworte u.v.a.m. An den Wochenende massieren sich die öffentlichen Termine, tagsüber an den Werktagen liegt der Schwerpunkt auf den externen Auftritten.
Dienstag 22. September 2015
Der Arbeitstag wird abgerundet mit einer Lesung und Podiumsdiskussion: Ich lese aus dem Sammelbuch “Helden und Legenden” meinen Beitrag über die “Trümmerfrauen und -männer” und diskutiere das Thema anschließend mit dem Ratsherrn Manfred Gniffke, mit dem ich seit vielen Jahren befreundet bin und wir uns deshalb immer gerne öffentlich “anflachsen”, was der Öffentlichkeit auch viel Freude bereitet.
Mittwoch 23. September 2015
Ein ganz besonderer Termin ist der Empfang für Celia Sasic, der nunmehr ehemaligen Rekord-Fußballspielerin. Wir ehren die Koblenzerin mit einem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt.
Donnerstag 24. September 2015
Auf dem Rückweg von der Aufsichtsratssitzung der Kom9 am Frankfurter Flughafen schaue ich in Nastätten bei Karl Peter Bruch vorbei. Er war mein Verhandlungspartner auf der kirchlichen Seite bei der Krankenhausfusion.
Ich bereite mich darauf vor, dass das Thema “Klinikum” ab dem 16. Dezember zu meinem Dezernat wechselt und möchte den langjährigen Vertrauten auch gerne wieder im Team der “engsten Kümmerer” wissen. Ich hoffe darauf.
Freitag 25. September 2015
Am Nachmittag stelle ich mit Innenminister Roger Lewentz und Frank Bothe von der Telekom in Arenberg symbolisch den superschnellen Internet-Anschluss her. Im November wird es in Betrieb genommen. Bis Ende nächsten Jahres wird fast ganz Koblenz (außer Stolzenfels und Lay) mit einem 100MBit/s Netz versorgt sein. Das hätten wir vor einigen Jahren kaum zu träumen gewagt.
Am Abend eröffne ich in Lay das Weinfest. Lay ist ein sehr schöner Stadtteil mit vielen, gut trinkbaren Weinen. Das weiß ich zu schätzen.
Samstag 26. September 2015
Hautnah erlebe ich, wie gut unsere Müllentsorgung klappt: Endlich schaffen wir es unsere Hochwasser gefährdeten Kellerräume zu entrümpeln. Dafür lassen wir uns vom Koblenzer Entsorgungsbetrieb einen Container aufstellen. Das kostet 99 Euro und ist wirklich ein großartiger Service für Koblenzer Haushalte.
Sonntag 27. September 2015
Am Nachmittag halte ich ein Grußwort beim 25-jährigen Jubiläum des Seniorentheaters “Antiquitäten” in der Volkshochschule. Es ist wirklich großartig, dass eine freie Theatertruppe so lange durchhält. Und das Niveau der Aufführung ist sehr unterhaltsam. Weiter so, Ihr rüstigen Senioren und Seniorinnen!
Am Spätnachmittag und frühen Abend nehmen wir am Abschlusskonzert im Rahmen des nunmehr 2. Internationalen Musikfestivals im Görreshaus teil; die jungen Musiker und Musikerinnen spielen grandios, unglaublich engagiert und ausdrucksvoll. Da kann ich nur sagen: Herzlichen Glückwunsch dem Cellisten, Solisten, Kammermusiker, Gründer und musikalischen Leiter dieses Musikfestivals, Benedict Kloeckner! Schön, dass wir in Koblenz so etwas erleben dürfen.
Mir wird wieder einmal klar, wie vielfältig unser Koblenzer Kulturleben ist. Dieser Tage gab ich einer jungen Kulturwissenschaftlerin ein Interview im Rahmen ihrer Masterarbeit. Dabei ging es um die Rolle der Eventkultur in Koblenz. Als Wirtschaftsdezernent habe ich die Notwendigkeit von “Events” illustriert, zugleich aber hervorgehoben, wie wichtig “Breite im Kulturangebot” für die Lebenszufriedenheit unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger ist. Es gibt “Hochkultur”, wie an diesem Abend, aber eben auch “Breitenkultur”, wie am Nachmittag mit der Aufführung des Seniorentheaters. Beides muss es geben, wollen wir Koblenz attraktiv halten für die Gäste und für die Einwohnerschaft.


Comments are closed