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Montag 29. August 2016
Mit diesem Tag beginnt eine denkwürdige Woche mit vielen Abschieden, aber auch positiven Feierlichkeiten.
Nach der langen Sitzung des Stadtvorstands mit einer Tagesordnung von 20 Beratungsgegenständen verabschieden wir uns am Nachmittag vom Baudezernenten Martin Prümm.
Ich bringe in meiner Laudatio das zum Ausdruck, was ich wirklich denke: Martin Prümm war ein guter Baudezernent. Er kannte seine Baustellen, er war bei ihnen Tag und Nacht, auch an den Wochenenden. Er kannte seine Mannschaft und stand zu ihr, auch wenn es mal Gegenwind gab, auch aus der eigenen Partei. Wie bei uns allen im Stadtvorstand: Was zählte, waren nicht die Parteibeschlüsse, sondern die Formierung der einheitlichen Verwaltungsmeinung durch den Stadtvorstand. Er hatte Charakter, stand geradeaus, egal woher der Gegenwind kam. Ich habe gern mit ihm gearbeitet.

Dienstag 30. August 2016
Wir nehmen Abschied von einem ganz Großen: Heiner Blau; langjähriger Behindertenbeauftragter der Stadt, AKK-Geschäftsführer, Ehrengeschäftsführer, Beauftragter des Oberbürgermeisters für den Karneval, Unterstützer im OB-Wahlkampf, Nachbar, treuer, enger Freund. Ich widme ihm eine Foto-Kolumne, die in “Blick aktuell”, Ausgabe Koblenz, am 15. September erscheinen wird. Lieber Heiner, wir werden Dich sehr vermissen.
Zum traurigen Ereignis geht es zum erfreulichen: Im Stadion Oberwerth darf ich der Trainerlegende Rudi Gutendorf zum 90. Geburtstag gratulieren. Er freut sich und ist sehr nett.
Am späten Nachmittag geht es nach Hause. Ich habe einige ausgewählte Gäste zu einer kleinen Gartenparty eingeladen. Wir feiern gemeinsam meinen 65. Geburtstag. Später wird Franz-Josef Möhlich dazu sagen: “Der Mann ist jetzt gefährlich. Ab sofort darf er gesetzlich nicht mehr zum OB kandidieren. Jetzt kann er 100-prozentig sagen was er denkt, ohne Rücksichtnahme.” Meine Ehefrau hat das Fest vorbereitet und ausgerichtet. Die Gäste aus Familie, Nachbarschaft, Freundeskreis und Beruf fühlen sich sehr wohl. Der Tag wird auch mir lange in Erinnerung bleiben.

Mittwoch 31. August 2016
Im Stadtvorstand gratulieren wir Martin Prümm an seinem letzten Arbeitstag zum 65. Geburtstag und wenden uns dann intensiv dem Nachtragshaushalt 2016 zu.
Dann kommt die nächste Verabschiedung: Es ist der letzte Arbeitstag von Bernhard Mauel als Kaufmännischer Geschäftsführer des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein. In meiner Laudatio als Vorsitzender des Aufsichtsrats würdige ich seine großen Verdienste in der Übergangszeit, bis wir nun wieder eine zukunftsfähige Doppelspitze mit Dr. Moritz Hemicker und Martin Stein installieren konnten. Ich werde Herrn Mauel immer dankbar dafür bleiben, wie er in schwieriger Situation “in die Speichen gegriffen” hat. Die Arbeit war geprägt durch hohe Einsatzbereitschaft und Vertrauen.

Donnerstag 1. September 2016
Der erste Klinik-Jour-Fixe ohne Herrn Mauel. Es muss weiter gehen. Ich erlebe: Das neue Team funktioniert. Wir haben die richtige Personalentscheidung getroffen.
Sodann tagt Haushaltsstrukturkommission; wir kommen überein, bis auf Weiteres mit der Kommission weiter zu machen und bedanken uns bei unseren drei ehrenamtlichen Beratern, dass sie weiterhin zur Verfügung stehen: Dr. Josef-Peter Mertes, Mathias Nester, Prof. Dr. Gunnar Schwarting.
Wo es ein Ende gibt, da gibt es auch einen Neuanfang: Ich führe den neuen Baudezernenten Bert Flöck in sein neues Amt ein und schildere seine Stärken, die mir aus täglicher Zusammenarbeit in den letzten fünf Jahren bestens vertraut sind. Das Baudezernat kann sich freuen, von so einem tüchtigen Mann geleitet zu werden.
Dann geht es zurück ins Rathaus, um den Werkausschuss Kommunales Gebietsrechenzentrum Koblenz zu leiten. Auch dort endet die Sitzung mit einem Abschied. Der Werkleiter Hartmut Bürgstein geht krankheitsbedingt in Altersteilzeit. er war ein großartiger Chef dieses Eigenbetriebs.
Am Abend darf ich im Rahmen eines Grußworts die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles bei einem Workshop im Apollo-Kino begrüßen. Ich stelle heraus, wie fortschrittlich die Wirtschaft in Koblenz aufgestellt ist.

Freitag 2. September 2016
Nach zahlreichen internen Terminen im Rathaus steht eine bedeutsame Feierlichkeit auf dem Programm: Die sehr gute Seniorenresidenz Moseltal bekommt einen Erweiterungsbau für 35 Wohneinheiten. Das freut den OB angesichts unserer angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt. Der Chef des Unternehmens, Mario Blinn, gibt bekannt, dass der Anbau “Paul-Völpel-Haus” heißen soll. Das erfreut unsere Familie, denn der Namensgeber ist der Vater auch meiner Ehefrau Dr. Christiane E. Herzog, geb. Völpel, der bis 2006 in der Seniorenresidenz, dann fast 96 Jahre alt, über sechs Jahre mit seiner Ehefrau Christel Völpel gelebt hat und als gelernter Bauingenieur Ideengeber für das Projekt war. Die Familie fühlt sich geehrt und sagt: Danke.
Dann geht es weiter in die Rhein-Mosel-Halle, wo ich den Werkausschuss Eigenbetrieb Koblenz-Touristik leite.
Nach der Sitzung geht es zur nächsten Gratulation: Der “Musikverein In Treue fest” aus Immendorf feiert 65. Geburtstag. Da ist selbstverständlich eine kleine Geburtstagsrede Ehrensache.
Sodann halte ich in der Sparkasse ein Grußwort bei der Ausstellungseröffnung mit Malerei von Nataliy Schenkmann “Koblenz ganz Privat”. Die Ausstellung ist sehenswert.

Samstag 3. September 2016
Auch wenn ich wegen der Anti-Bahnlärmkundgebung zeitlich sehr eng bin, nehme ich in Marburg an der Beerdigungsfeier für einen der wichtigsten Erziehungswissenschaftlern der Gegenwart teil: Prof. Dr. Wolfgang Klafki. Er hat die Pädagogik über Jahrzehnte geprägt. Ich kenne ihn fünfzig Jahre. Er war mein Doktorvater.
Ich schaffe es “auf letzter Socke” zur Kundgebung auf dem Hauptbahnhof Vorplatz, um bei der Anti-Bahnlärm Demo die Solidarität der Stadt zum Ausdruck zu bringen.
Anschließend komme ich noch kurz zum Fassanstich anlässlich der Vorstadt-Kirmes auf den Josef-Platz, für mich als Oberwerther sozusagen ein Heimspiel.
Dann “stürze” ich mich mit insgesamt acht Terminen in die Lange Nacht der Museen. Es ist eine großartige Stimmung und überall sehr viel los. Die Lange Nacht der Museen ist in Koblenz eine sehr gelungene Traditionsveranstaltung.

Sonntag 4. September 2016
Zusammen mit dem Direktor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Thomas Metz, mache ich in Begleitung eines größeren Teams von SWR-Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, darunter der Koblenzer Studioleiterin Renata Sappert und temporär der SWR-Landessendedirektorin, einen Rundgang über das SWR-Familienfest auf der Festung. Auch hier ist wieder viel los. Wir besuchen alle Stände und lassen uns zum Schluss vom Koblenzer Doppelmayr Geschäftsführer Eugen Nigsch in die Technik der Seilbahn führen. Wir sind uns einig: Die Seilbahn ist für die Weiterentwicklung unserer Stadt sehr wichtig. Deshalb schildere ich die mit Michael Doppelmayr abgestimmte Strategie zur Erhaltung der Seilbahn über 2026 hinaus, insbesondere mit dem Projekt BuGa 2031.

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