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Montag 25. September 2017
Die Begrüßung der Erstsemester an unseren Hochschulen ist mir so wichtig, dass wir dafür unsere Stadtvorstandssitzung eineinhalb Stunden nach hinten verschoben haben.
Unsere Hochschule auf der Karthause explodiert förmlich: 1.800 Erstsemester! Ein Zeichen für die Attraktivität der Hochschule und für die Stadt. In meinem Grußwort stelle ich heraus, dass in der Stadt nicht nur gut zu studieren ist, sondern auch zu leben und zu arbeiten und ich gebe einen Tipp: Vermeiden der Zweitwohnsitzsteuer durch Anmeldung in Koblenz mit Erstwohnsitz (vergleiche auf dieser Info-Plattform rechte vertikale Kategorie > Reden/audio u. print JoHo, 26.09.2017, Quelle Link: http://www.hofmanngoettig.de/?p=117765).


Dann geht es zurück ins Rathaus und wir tagen mit dem Stadtvorstand letztmalig vor der „Herbstferienpause“. Dem schließen sich interne Rücksprachen an.
Mit den Vorsitzenden der Stadtrats-Fraktionen tauschen wir uns aus zum Thema „Neubau Synagoge“ aus.
Am Abend bin ich zu Gast zunächst bei der SPD-Stadtratsfraktion, anschließend bei der CDU-Stadtratsfraktion. In beiden Fraktionen geht es um die Vorbereitung der bevorstehenden Stadtratssitzung und um den Fortgang des Projektes „Europäische Kulturhauptstadt“.
Am Abend bin ich Gast beim Beirat des Instituts für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit zu einem Gesprächsabend. Es ist zugleich eine Wiederbegegnung mit zwei geschätzten Mitarbeiterinnen aus dem Jugendministerium aus meiner Zeit als für diesen Arbeitsbereich zuständigen Staatssekretär in Mainz. Es geht bei dem Gesprächsabend um strukturelle Fragen der vorschulischen Erziehung und Betreuung, ein für Koblenz wichtiges Thema angesichts des notwendigen Ausbaus unserer KiTa-Kapazitäten.

Dienstag 26. September 2017
Der Vormittag ist dicht gedrängt mit internen Gesprächen, die ich als Chef der Verwaltung (2.250 Mitarbeiter/-innen plus Personalverantwortung für rund 6.000 Beschäftige in unseren Beteiligungsgesellschaften, u.a. EVM AG, Sparkasse, Gemeinschaftsklinikum, Thüga) zu führen habe.
Am Nachmittag nehme ich an der Verabschiedung des von mir sehr geschätzten Polizeipräsidenten Wolfgang Fromm und der Amtseinführung seines Nachfolgers Karlheinz Maron durch den Innenminister Roger Lewentz teil. In meinem Grußwort (vergleiche auf dieser Info-Plattform rechte vertikale Kategorie > Reden/audio u. print JoHo, 27.09.2017, Quelle Link: http://www.hofmanngoettig.de/?p=117773 ) schildere ich den amüsanten Hintergrund unserer Bekanntschaft als „Wochenend-Wohngemeinschaft im Altersheim“.
Dann breche ich auf zur Karthause, wo ich im JuBüZ meine Stadtteil-Sprechstunde absolviere. Besonders Spaß macht es mir, als eine Gruppe von Kindern Selfies mit mir machen möchte und „ihrem OB“ einmal die Hand schütteln wollen.

Mittwoch 27. September 2017
Nach den üblichen internen Terminen im Rathaus als Verwaltungschef leite ich die Sitzung des Wahlausschusses zur Feststellung der Wahlergebnisse in Koblenz bei Bundestagswahl und OB-Wahl. Wie immer ist die Sitzung durch unser Wahlamt (Ordnungsamt) perfekt vorbereitet und wir fassen die notwendigen Beschlüsse einstimmig.
Mittags begrüße ich eine Gruppe der SPD 60 plus Arbeitsgemeinschaft aus Hamm. Das macht mir Spaß. Eine willkommene Gelegenheit zum Stadtmarketing.
Am Nachmittag leite ich die Aufsichtsratssitzung der evm AG.
Dann geht es zur Aktenarbeit ins Rathaus. Ich habe einen täglichen Posteingang – in Unterschriftsmappen vorsortiert – von durchschnittlich einem halben Meter plus 50 – 100 Emails. Ich bemühe mich, diesen Tageseingang jeweils innerhalb von 24 Stunden zu erledigen, um den Geschäftsgang nicht aufzuhalten. Deshalb nutze ich selbst meine kurzen Dienstfahrten innerhalb des Stadtraums nicht nur für meine jeweiligen Terminvorbereitungen, sondern auch für die Erledigung von Mails via iPad. Weil ich im Auto arbeiten kann wie im Büro und mittlerweile Dank meiner langen Verwaltungserfahrung (42 Jahre) sehr schnell mit der Aktenarbeit bin, schaffe ich es nahezu immer, mit einem blanken Schreibtisch „in die Nacht zu kommen“, soweit ich nicht auswärtige Termine habe, was aber vergleichsweise eher selten ist (im Schnitt ein bis zwei Termine pro Woche). Über 90 Prozent meiner Termine spielen sich in Rathaus oder im Stadtgebiet ab.
Am Abend treffe ich mich mit Prof. Dr. Christoph Zöpel, dem langjährigen Minister aus NRW, den ich noch aus unserer gemeinsamen Zeit von der Arbeitsgruppe „Fortschritt 90“ kennen. Mit der Arbeitsgruppe, deren  Sekretariat ich leiten durfte,  hatten wir seinerzeit das Regierungsprogramm des Kanzlerkandidaten der SPD Oskar Lafontaine für die Bundestagswahl 1990 vorbereitet. Diese verantwortliche Tätigkeit war ein wichtiger Mosaikstein für meine Berufung als Staatssekretär am 18. Mai 1991 im ersten Kabinett Rudolf Scharping. Selbstverständlich haben Zöpel und ich viel miteinander aus zu tauschen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aus der „großen Politik“, aber auch aus der lokalen Politik (er war und ist sehr engagiert in Bochum). Ich habe nicht mehr viele Kontakte aus meiner bundespolitischen Zeit (1. Januar 1975 – 17. Mai 1991). Und so genieße ich das Gespräch mit dem klugen Analytiker der nationalen und internationalen Politik, der immer auch Visionär und Querdenker war. Wir haben aber nicht nur eine gemeinsame Vergangenheit, sondern auch ein gemeinsames Projekt. Der ehemalige Minister im Kabinett Johannes Rau und Staatsminister im Auswärtigen Amt unter Bundesaußenminister Joschka Fischer ist frisch gewählter Vorsitzender des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz. In dieser Eigenschaft haben wir eine Reihe gemeinsamer Themen (UNESCO Weltkulturerbe, BuGa 2031, Seilbahn, Europäische Kulturhauptstadt). Und selbstverständlich lade ich ihn zu meiner geplanten Foto-Ausstellung „Geliebtes Koblenz“ (Sonntag 29. April 2018, 11 Uhr, Lange Linie, Festung Ehrenbreitstein) ein.

Donnerstag 28. September 2017
Normalerweise halte ich mir die Tage, an denen der Stadtrat tagt, frei für interne Vorbereitungen, insbesondere für meine Reden in den öffentlichen und nicht-öffentlichen Sitzungen.
Heute folge ich aber dann doch der Einladung zu zwei Grußworten: Morgens begrüße ich an der Universität die Teilnehmenden an einer Fachtagung „Informatik“ (vergleiche auf dieser Info-Plattform rechte vertikale Kategorie > Reden/audio u. print JoHo, 28.09.2017, Quelle Link: http://www.hofmanngoettig.de/?p=117792 ). 
Anschließend besuche ich die Neueröffnung der Firma Oxfam in der Schlossstraße, die ich bisher noch nicht kannte. In einem Vorgespräch informiere ich mich über das faszinierende Geschäftsmodell, zu dem ich dann auch in meinem Grußwort Stellung nehme (vergleiche auf dieser Info-Plattform rechte vertikale Kategorie > Reden/audio u. print JoHo, 29.09.2017, Quelle Link: http://www.hofmanngoettig.de/?p=117806 ). Ich bin von dem Geschäft so begeistert, dass ich selber als Kunde spontan und gut einkaufe und mich entschließe, künftig auch zu spenden. Ich beschließe, meine nächste Foto-Kolumne dem Thema zu widmen und komme anderntags für die Fotos noch mal kurz dort vorbei.
Dann geht es eilends zu Rücksprachen mit Stadtratsmitgliedern ins Rathaus.
Am Nachmittag haben wir sodann Stadtrat, erst öffentlich, dann nicht-öffentlich. Die bedeutsamen Themen: Münzmeisterhaus, Stickoxyd-Belastung, Hallenbad. Da wir uns aber wegen der laufenden Stichwahl für den neuen Koblenzer OB (15. Oktober 2017) darauf verständigt haben, keine Anfragen und Anträge zu stellen, gehen die Sitzungen vergleichsweise zügig.
Direkt im Anschluss tagt die außerordentliche Gesellschafterversammlung der Stadtwerke, um die weiteren Schritte beim Hallenbad-Neubau einzuleiten.

Freitag 29. September 2017
Am Vormittag habe ich eine Reihe interner Gespräche im Rathaus, u.a. treffe ich mich mit Dr. Brigitte Franzen vom Vorstand der Ludwig Stiftung, um uns über Zukunftsfragen des Ludwig-Museums auszutauschen.
Dann geht es zum Soldatenfreizeitheim auf die Horchheimer Höhe; gemeinsam mit Justizminister Herbert Mertin beteilige ich mich dort an der Geburtstagsfeier des Vereins zur Bewährungshilfe Koblenz mit einem Grußwort (vergleiche auf dieser Info-Plattform rechte vertikale Kategorie > Reden/audio u. print JoHo, 02.10.2017, Quelle Link:  http://www.hofmanngoettig.de/?p=117831 ).
Dort muss ich aber vorzeitig wieder aufbrechen, um im Rathaus gemeinsam mit dem Baudezernenten Bert Flöck und der Geschäftsführung der Koblenzer Bäder GmbH Albert Diehl und Carsten Gelhard der Presse den Sachstand in Sachen „Neues Hallenbad“ vorzustellen (vergleiche auf dieser Info-Plattform rechte vertikale Kategorie > Reden/audio u. print JoHo, 29.09.2017, Quelle Link: http://www.hofmanngoettig.de/?p=117836). Die Botschaft ist klar: Das Hallenbad kommt und wird voraussichtlich im Jahre 2021 eröffnet werden.
Nach weiteren internen Rücksprachen und Aktenarbeit geht es zum Spatenstich für das geplante „Zentrum für Betreuung und Pflege an der Maria Hilf Kapelle“. Es ist eine Wiederbegegnung mit dem Chef der planenden und ausführenden Firma IFA Wolfgang Schäfer, den ich seit über 20 Jahren aus meiner Staatssekretärs-Zeit (1991-2010) kenne, worauf ich auch in meinem Grußwort eingehe (vergleiche auf dieser Info-Plattform rechte vertikale Kategorie > Reden/audio u. print JoHo, 01.10.2017, Quelle Link: http://www.hofmanngoettig.de/?p=117894). Es entsteht eine großartige Einrichtung der Seniorenbetreuung, für die angesichts des demographischen Wandels gewiss Bedarf in Koblenz besteht.
Am Abend eröffne ich mit einem Fassanstich das traditionelle „Debbekoochefest“ auf dem Münzplatz.
Dann geht es zum Wallersheimer Messegelände, wo ich als Schirmherr das sehr erfolgreiche Koblenzer Oktoberfest besuche. Wiesenwirt Hans-Jürgen Lichter erläutert mir den bisherigen Verlauf. Wir erleben am Abend den Auftritt der Kult-Band „Die Schürzenjäger“. Es ist für mich immer noch erstaunlich, welchen Anklang das bajuwarische Fest bei uns im Rheinland findet. Das Zelt bietet Platz für über 3.000 Besucher und ist nicht selten rappelvoll mit friedlich Feiernden. Das ist gut für das Oberzentrum Koblenz. So hoffe ich auf eine gute Zukunft des Events, nunmehr im fünften Jahr.

Samstag 30. September 2018
Nach morgentlicher Aktenarbeit geht es mittags zum fünften Geburtstag des Forum Mittelrhein auf dem Zentralplatz. Ich bin Mitglied einer dreiköpfigen Jury für einen „Tortenwettbewerb“ des Forums. Es geht darum, künstliche Torten zu gestalten anlässlich des Geburtstags des Einkaufscenters.
Wir machen einen gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung und kommen sehr schnell zu einer Übereinstimmung bei den drei Erstplatzierten.
Ich bin beeindruckt von der künstlerischen Qualität der meisten Entwürfe und von der hohen Wiedererkennung von Koblenz und Forum.
Zwischenzeitlich kann ich mich wieder einmal davon überzeugen, was auf unseren Plätzen so los ist (Stichwort: Bauernmarkt zum Erntedankfest), auch wenn das Wetter sehr durchwachsen ist.
Am Spätnachmittag erfolgt die Siegerehrung vor einem großen, interessierten Publikum.

Sonntag 1. Oktober 2017
Das erste mal sei langem habe ich wieder einen Sonntag ohne öffentliche Termine, den ich genieße, wenngleich selbstverständlich die unvermeidliche Aktenarbeit zu erledigen ist. Das ist diesmal weniger als sonst, weil wir nächste Woche wegen der Herbstferien keine Stadtrats-Gremien und auch keine Sitzung des Stadtvorstands haben.

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