9 Jan.
Wochenbericht von OB Hofmann-Göttig: Montag 03.01. bis Sonntag 09.01.2011
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Montag/Dienstag 3./4. Januar
Noch habe ich Urlaub und nutze die Zeit für Hausarbeiten und Spaziergänge, bin zwischendurch zur Aktenarbeit im Rathaus und habe nur einen dienstlichen Termin: Ich besuche in Ehrenbreitstein Elisabeth Hamm. Sie ist die älteste Koblenzerin und ich darf ihr heute zum 105. Geburtstag gratulieren. Geistig ist sie noch sehr rege, nimmt Anteil am gesellschaftlichen Leben. Und sie wohnt noch zu Hause, direkt am Rhein mit Blick auf das Schloss und so interessiert sie sich für die BuGa.
Mittwoch 5. Januar
Jetzt geht es wieder rund im Büro: Morgenlage, Journalistengespräch für die BuGa-Dokumentation, Vorstellung der 56. Koblenz-Postkarte bei Hörakustik Becker und die große 100 Tage Pressekonferenz vor der BuGa mit vielen Interviews.
Am Nachmittag sind etliche interne Beratungen im Rathaus, Aktenarbeit ist zu erledigen und ein SWR-Interview zum Thema „Kulturabgabe“ steht an.
Donnerstag 6. Januar
Nach der Morgenlage im Rathaus haben wir unsere BuGa-Koordinierungsrunde, ein Pressehintergrundgespräch, dann geht es ins Bauamt, wo ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hochbauamtes die getroffene Personalentscheidung für das Controlling zum Thema Zentralplatz erläutere.
Mittags treffe ich mich mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats der TuS GmbH Walterpeter Twer, um über die Unterstützung der Stadt für den Profi Fußball zu sprechen. Ich mache deutlich, dass uns der Profi Fußball auch als Beitrag zum Stadtmarketing wichtig ist, erläutere aber auch die finanzielle Situation der Stadt.
Am Nachmittag geht es zusammen mit der Bürgermeisterin um die Haushaltsvorbereitung des Sparhaushalts 2011. Ein schwieriges Thema, insbesondere im Sozialbereich.
Anschließend nehme ich auf Einladung an der Redaktionskonferenz des Wochenblatts „Koblenzerleben“ teil. Man hat mir angeboten, für die nächste Woche in die Rolle des „Chefredakteurs“ zu schlüpfen, was ich gerne annehme, weil ich viele Jahre erst frei- und dann hauptberuflich als Redakteur und später als Pressesprecher gearbeitet habe.
Zurück im Rathaus spreche ich mit dem Manager von Django Reinhard über einige gemeinsame Projekte des Jahres.
Abends sind wir beim Empfang der Karnevalsvereine im Weindorf, was sich zu einer „schönen Einschwörung“ auf die bevorstehende Session 2011 entwickelt.
Freitag 7. Januar
In der Nacht um 2.30 Uhr werden wir telefonisch von der Feuerwehr geweckt, die im Stadttheater im Einsatz ist. Gleich in der Frühe mache ich mich auf den Weg, um vor Ort ein Blick auf den Schaden zu werfen. Die Sprinkleranlage hat sich wegen eines technischen Defekts selbstständig in Betrieb gesetzt, obwohl es nicht brannte und hat ordentlich Wasser in die Kulissen gekippt. Nun hat Intendant Markus Dietze ein echtes Problem mit den geplanten Aufführungen mit teilweise beschädigten Kulissen. Aber wenigstens ist sonst nichts Zuschaden gekommen.
Im Rathaus angekommen, stehen vor allem Aktenarbeit und Haushaltsrücksprachen an. Ich spreche mit Stadtratsmitgliedern und dem neuen Orchestervorstand der Rheinischen Philharmonie.
Nachmittags halte ich die Laudatio auf die neue Ausstellung „Krieg und Frieden“ im Heimatmuseum Moselweiß. Ich betone dabei den Stellenwert eines Heimatmuseums für den Stadtteil und lobe die aktuelle Ausstellung als Beitrag zur Verantwortung des Lehre aus der Vergangenheit.
Abends sind wir bei Mercedes zur Schlüsselübergabe der Sessions-Fahrzeuge 2011 für den zukünftigen Prinzen, die zukünftige Confluentia und Gefolge. Die Fahrzeuge springen einem echt mit der wunderbaren Bemalung und Beschriftung ins Auge. Die gesamte Vorstellung ist besonders stimmungsfroh, weil das Prinzenpaar seine Gesangseinlagen beeindruckend hinlegt. Die farbenfrohe Schar macht einem richtig Lust auf die Session 2011. Wir lernen auch den neuen Mercedes-Benz Niederlassungsleiter kennen, und Walter Wawer als bisheriger Niederlassungsleiter verabschiedet sich mit einem gekonnt humorvollen Redebeitrag.
Samstag 8. Januar
Das Hochwasser ist nicht nur ein politisches Problem, sondern auch ein persönliches: Ab Pegelstand 6,80 Meter müssen wir mit Grundwasser im Keller rechnen. Angesichts der Prognosen für Sonntag mit deutlich über sieben Metern gibt es keine Alternative: Unsere Kellerräume müssen ausgeräumt werden. Wir engagieren von der Arbeitsagentur vier junge Männer, die uns gegen Bezahlung einige Stunden helfen, die Kellerräume auszuräumen. Das ist ein guter Service der Arbeitsagentur.
Zwischendurch steht ein Besuch bei unserer Nachbarin Gitte Blau an, die einen runden Geburtstag feiert. Sogar das zukünftige Prinzenpaar mit kleinem Gefolge gehört ebenso zu den Gratulanten, wie viele Koblenzer aus dem karnevalistischen und politischen Umfeld. Am Abend sind wir bei der Inthronisation von Prinz Udo und Confluentia Susi. Es ist auch meine offizielle Vorstellung bei den Karnevalisten, die in amüsanter Reimform meine Frau übernommen hat. Die Inthro ist die beste, die wir in unseren elf Jahren Koblenzer Karneval miterleben durften. Ich werde darüber in einem Leitartikel für „Koblenzerleben“ schreiben. Ich freue mich, dass Koblenz Touristik mit der Messehalle in Wallersheim eine vorzeigbare Ausweichlösung für die im Umbau befindliche Rhein-Mosel-Halle anbieten konnte. Es wäre schließlich wirklich nicht vermittelbar gewesen, wenn die Inthro zum Beispiel nach Lahnstein hätte ausweichen müssen!
Sonntag 9. Januar
Morgens sind wir beim Prinzenempfang im Stadttheater. Auch diese Veranstaltung, bei der unteren anderen auch Thomas Anders mit Ehefrau dabei waren, hat gezeigt, dass Karneval in Koblenz ein Stück Heimatkultur ist.
Dann geht es ins Weindorf zum Geburtstagsbrunch von Frank Bastian.
Am Nachmittag bin ich beim deutsch-russischen Konzert der Interessengemeinschaft „Unser Rauental“. In meinem Grußwort danke ich Reinhard Mangelsdorf für sein Engagement für die Interessengemeinschaft und hebe den Stellenwert der Integrationsarbeit mit Deutsch-Russen hervor. Ich verabschiede mich aber vorzeitig, weil zwischenzeitlich das Hochwasser unseren Keller erreicht hat.
Am Abend bereite ich vor allem die Sitzung des Stadtvorstands vor.
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