06:40 Presseauswertung, Familienfrühstück, Internetarbeiten.
09:00 Kaiserin Augusta-Denkmal, Cafe Rheinanlagen, Redaktionsgespräch mit der Rhein-Zeitung.
10:00 Rübenach, Stadtteilbesuch, viele Firmenbesuche auf Einladung von Marion Lipinski-Naumann, u.a. Sparkasse und Volksbank, Apotheke, Bäckerei und EDEKA, zum Abschluss Imbiss im Tennisclub.
Zwischenzeitlich erfahre ich, dass mein Mitbewerber offenbar bei einigen Koblenzer Sinti Wahlstimmen bekommen möchte, indem er für ein Sinti-Denkmal in Koblenz eintritt. Weiß er etwa nicht, dass am 23. August 2001, Dank des großen Engagements vieler Menschen in Koblenz, auch das des Fördervereins Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz
e.V., ein steinerndes Mahnmal des Bildhauers Jürgen Waxweiler zum
Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus auf dem Reichenspergerplatz feierlich eingeweiht wurde? Weiß er nicht, dass damit auch der über 200 ermordeten Koblenzer Sinti gedacht wird, die ihren Leidensweg nach Ausschwitz von Koblenz aus nehmen mussten? Kennt er nicht den beschrifteten großer Flusskiesel-Gedenkstein am Deutschen Eck, der an die nationalsozialistische Verfolgung der Sinti in Koblenz erinnert? Ich bin entsetzt, dass solche Dinge mit Leichtigkeit mal eben versprochen werden…
Ferner erfahre ich, dass mein Mitbewerber angeblich „aus terminlichen Gründen“ das für morgen 11.00 Uhr seit Wochen fest vereinbarte TV-Duell im TV-Mittelrhein abgesagt hat. Das ist nun wirklich schwach. Zum Kräuterraten und Zierbäumchen beschneiden, zum Schängel bemalen, zum Spaß-Kochen und (Eiweiß-) Schaum-Schlagen hatte er Zeit. Wenn es aber um die Auseinandersetzung mit konkreten Sachfragen in und für Koblenz geht, dann gibt es keine Zeit dafür? So war es auch bei der Terminanfrage des Bundes Deutscher Architekten vor kurzer Zeit, der beide OB-Kandidaten zu dem nicht wenig wichtigen Thema der Stadtentwicklung einladen wollten. Nach längerem Hin und her: keine Zeit, so war das Argument seiner Absage.
Drückt sich da jemand? Dass die Podiumsdiskussion vor zwei Tagen bei ver.di gezeigt hat, dass er einer direkten sachlichen-fachlichen Auseinandersetzung mit mir nicht gewachsen ist, hat er wohl auch selbst gespürt. Deshalb nun die TV-Mittelrhein-Termin-Absage? Das ist echt schwach und nicht sehr verantwortungsbereit. Wäre aber angebracht, wenn man das OB-Amt dieser wichtigen, großen und schönen Stadt anstrebt …
Ich werde noch heute darauf zurückkommen und einen „offenen Brief“ verfassen.
15:30 Südliche Vorstadt, Firmenbesuche in der Hohenzollernstrasse. Ich stelle mich bei sämtlichen Firmen und Geschäften vor, besuche alle Gastwirtschaften und spreche mit den Kunden und Gästen.
18:00 Galerie der Handwerkskammer, Teilnahme auf Einladung an der Ausstellungseröffnung des Berufsverbandes des Kunsthandwerkes mit einem breit gefächerten Angebot des zeitgenössischen Kunsthandwerks. Viele, interessante Einzelgespräche runden diesen Termin ab.
19:30 zu Hause, vereinbartes Telefoninterview mit dem Bonner Generalanzeiger über meine OB-Kandidatur. Man hätte sich in Bonn gewiss nicht für den Koblenzer Wahlkampf interessiert, wenn nicht mit mir ein Landespolitiker „in den Ring“ gestiegen wäre.
20:15 unaufschiebbare Büroarbeiten warten auf ihre Erledigung: viele Emails, Gästebuchantworten und andere Internetarbeiten und schreiben dieses Tagebuchs. Ferner müssen die Termine für den nächsten Tag vorbereitet werden. Am Rande verfolge ich die aktuelle Sendung von TV-Mittelrhein.
Abschließend verfasse und versende ich den schon erwähnten Offenen Brief an meinen Mitbewerber wegen seines Rückziehers vom Fernsehduell.
00:30 Das Tagewerk ist verrichtet.
Pressetermin vor dem Kaiserin Augusta-Denkmal
Rübenach: Hier wird noch selbst gebacken …
Rübenach: Besuch bei EDEKA
Galerie der Handwerkskammer




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