05:55 Wecker wird ignoriert, Laufeinheit storniert, noch eine Mütze
Schlaf ist besser.
 
06:15 Pressedurchsicht, Familienfrühstück
 
07:45 Fahrt nach Mainz, Ministeriumsbüro.
 
09:00 Presseschau sichten, Eilt-Akten bearbeiten und auf den Weg geben,
E-Mails durcharbeiten.
 
09:30 Prof. Dr. Bernd von Droste zu Hülshof ist aus Paris gekommen. Er
ist der frühere Direktor des UNESCO-Welterbebüros, weiterhin Berater der
UNESCO und seit Jahren ein guter Freund.
Er wird mich Ende Juni nach Sevilla begleiten zur Sitzung des
UNESCO-Welterbekomitees, wenn es um unsere Mittelrhein-Brücke St.
Goar/St. Goarshausen geht. Vorher wird er die Lage bei der UNESCO in
Paris prüfen und für unseren Antrag für die Brücke lobbiieren. Das hat
er schon voriges Jahr sehr erfolgreich getan, als die UNESCO in Quebec
ein „Ja“ zu einer Mittelrheinbrücke St. Goar/St. Goarshausen nicht
grundsätzlich ausschloss.
Heute ärgern wir uns erst einmal über eine Pressemitteilung der ICOMOS,
der weltweiten Denkmalschutzorganisation, die die UNESCO berät.
„Attentat auf das Rheintal“, hat der deutsche ICOMOS-Präsident Michael
Petzet unsere Brückenpläne genannt. „Der hat die Niederlage von Quebec
nicht überwunden“, denke ich mir, weil die ICOMOS schon in Quebec 2008
erfolglos eine Fundamentalopposition gegen jedwede Brücke am Mittelrhein
verfochten hat.
Wir bereiten zusammen mit unseren Mitarbeitern aus dem Kultur- und
Wirtschaftsministerium Strategien vor, wie wir Sevilla erfolgreich für
Rheinland-Pfalz gestalten können. Wir wollen das „Ja“ zur Brücke.
Ich schreibe noch sofort einen Brief an UNESCO-Direktor Bandarin, in dem
ich mich über die ICOMOS-Erklärung beschwere und deutlich mache, dass
wir in Rheinland-Pfalz deutlich anders als in Dresden das Brückenthema
in Kommunikation mit der UNESCO verfolgen und alle Auflagen von Quebec
erfüllt haben.
 
11:00 Dieser Besprechung schließt sich eine Vielzahl von Rücksprachen
mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Kulturabteilung und der
Pressesprecherin an. Dabei geht es um sehr viele Fachthemen der
Kulturpolitik des Landes. Dazwischen sind Telefonate zu erledigen und
E-Mails zu bearbeiten.
 
15:00 Rücksprache mit Ministerin Doris Ahnen zu kulturpolitischen
Fragen, von der Musik zum Theater, von der Personalpolitik zu Finanzen.
 
16:00 Rücksprache mit dem Parlamentsreferenten Harald Gilcher, den ich
schon seit über zwanzig Jahren noch aus meiner Bonner Zeit her kenne. Da
haben wir einmal gegeneinander für zwei rivalisierende Vereine
Tischtennis miteinander gespielt. Heute redigieren wir gemeinsam
parlamentarische Anfragen.
Anschließend bearbeite ich weitere E-Mails und es sind Telefonate zu
führen.
 
17:15 Fahrt nach Undenheim/Rheinhessen.
 
18:00 Ich nehme an dem Empfang der sozialdemokratischen Gemeinschaft
Kommunalpolitik (SGK) teil. Der Landesvorsitzende Michael Reitzel
begrüßt mich ganz herzlich und wünscht mir viel Erfolg in Koblenz. Es
sind viele da, die mir für Koblenz alles Gute wünschen.
Ministerpräsident Kurt Beck hält eine Rede zu den bevorstehenden
Kommunalwahlen.
 
19:45 Ich kann mich „losreißen“ und trete die Fahrt nach Koblenz an.
 
20:45 Koblenz, zurück Zuhause und ab an den PC. Ich bearbeite
dienstliche und private Emails, schreibe am Tagebuch und verfolge
parallel die aktuelle Sendung in TV Mittelrhein, darin auch ein Beitrag
über die gestrige Pressekonferenz in Schloss Stolzenfels.
 
23:00 Feierabend,  damit ich morgen wieder fit bin, wenn es nach Berlin
geht.

1 Response to

  1. Brückenschlag « T o n w e r t k o r r e k t u r e n

    on Mai 16 2009

    [...] Verkehrsminister Hendrik Hering war es, der gemeinsam mit Kulturstaatssekretär Joachim Hofmann-Göttig am 14. Mai den Siegerentwurf des Brückenbauwettbewerbs vorstellte. Heneghan Peng Architects aus [...]

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