6:25 Presseauswertung, Familienfrühstück, 5 km-Jogging-Runde zum
Pegelhaus
 
08:40 Fahrt nach Urbar
 
09:00 Gespräch mit TV-Mittelrhein-Chef Bernhard Ehl.
Ich informiere ihn wunschgemäß über meine beruflichen Vorhaben in der
Region: Im Mittelpunkt steht dabei das Engagement als
Regierungsbeauftragter für die Welterbestätten, insbesondere Oberes
Mittelrheintal. Dabei geht es um die Mittelrheinbrücke St. Goar/St.
Goarshausen, die Chancen für die Koblenzer Bundesgartenschau 2011 und
die dreijährige Erlaubnis für die Seilbahn, das 150 Millionen Programm
der Bundesregierung für die Welterbestätten und den Nutzen hieraus für
Koblenz. Es ist ein gutes Gespräch.
 
09:45 Hintergrundgespräch mit zwei Journalisten von TV-Mittelrhein zu
gleichen Themen.
 
10.15 Fahrt nach Mainz, unterwegs unaufschiebbare Telefonate und
Bearbeitung von Ministeriumsakten.
 
11:15 Ministeriumsbüro, Rücksprache mit Mitarbeitern und
Mitarbeiterinnen der Kulturabteilung.
Der Leiter des UNESCO-Sekretariats für die Welterbestätten in
Rheinland-Pfalz Dr. Schüler-Beigang hat soeben den Beschlussvorschlag
aus Paris zur Sitzung des Welterbekomitees im Juni  in Sevilla zum Thema
Mittelrheinbrücke St. Goar/St. Goarshausen erhalten. Er ist für uns sehr
enttäuschend. Faktisch wird eine Vertagung empfohlen. Es wird behauptet,
wir hätten nicht das vollständige Umweltverträglichkeitsgutachten (rd.
300 Seiten, in Englisch übersetzt vorzulegen) zur Verfügung gestellt und
es sei nicht hinreichend, obwohl es eine solche Anforderung zu keinem
Zeitpunkt bisher gegeben hatte. Im Klartext bedeutet der
Beschlussvorschlag einen Sieg der internationalen Denkmalorganisation
ICOMOS.
Ich telefoniere mit unserem Pariser Berater Prof. Dr. Bernd von
Droste-Hülshoff und wir sind uns rasch einig, wie wir damit umgehen
wollen.
Wir werden noch diese Woche ganz offiziell reagieren und ab nächster
Woche eine Linie für einen Änderungsantrag entwickeln für den wir in den
nächsten Tagen kämpfen werden. Ich informiere den Hauptgeschäftsführer
der Industrie- und Handelskammer Podzun über die schlechten Nachrichten
des Tages und unsere Schlussfolgerungen. Seine Reaktion ist
verständnisvoll für unsere Situation und setzt deutlich das Signal,
gemeinsam kämpfen zu wollen.
 
13:00 Ein SWR-Fernsehteam mit Beatrix Reiss kommt. Wir führen ein
umfassendes Interview für „Reiss und Leute“ zum Thema neues Denkmalrecht
in Rheinland-Pfalz. Es wird ein interessantes Gespräch, sehr lebendig
und gut recherchiert. Der Beitrag soll am 1. Juli gesendet werden.
 
14:00 Mittagessen mit dem Generalintendanten der Staatsorchester
Ludwigshafen und Koblenz Rainer Neumann. Es geht vor allem um wichtige
personalpolitische Entscheidungen der nächsten Wochen.
 
15:00 Zurück im Büro werden eilige Akten und Emails bearbeitet und
erledigt.
 
16:45 Routinerücksprache mit Staatsministerin Doris Ahnen. Ich
informiere sie über die Neuigkeiten bei der UNESCO zum Brückenprojekt,
die Personalentscheidungen bei den Orchestern und die geplante
Aufstockung des 150 Millionen Euro Programms der Bundesregierung (2 mal
weitere 100 Mio. Euro) für die Welterbestätten.
 
17:10 Fahrt nach Koblenz, unterwegs unaufschiebbare Telefonate und
Bearbeitung von Terminakten.
 
18:30 Teilnahme an der Zusammenkunft der mich als unabhängigen
Kandidaten unterstützenden Wählerinitiative bei Rechtsanwalt Eckhard
Kunz.
 
Die Wählerinitiative hat zwischenzeitlich 49 Mitglieder
(Mitgliedsanträge auf dieser Internet-Plattform unter „Wählerinitiative“
zum  Herunterladen). Von diesem Kern der Unterstützer/-innen sind auch
heute deutlich mehr als die Hälfte anwesend, darunter der frühere
Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Karl-Jürgen Wilbert (CDU), der
Chef der Freien Bürgergruppe Koblenz Manfred Gniffke, der Kultur- und
Schuldezernent der Stadt Koblenz Detlef Knopp (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN),
der frühere Baudezernent der Stadt Koblenz Rudolf Schwerin (FDP) und der
Koblenzer SPD-Chef Christian Altmaier. Weiter sind Repräsentanten der
verschiedensten Berufsgruppen und Institutionen anwesend, Jüngere und
Ältere, darunter immer mehr Frauen.
Es wird von mir ein Lagebericht erwartet, dem ich gern nachkomme,
nämlich darüber, was ich als unabhängiger OB-Kandidat und im Falle
meiner Wahl als Oberbürgermeister vorhabe. Dem schließt sich eine breite
Aussprache mit vielen hilfreichen Anregungen an.
Wir sind uns einig: Als unabhängiger Bewerber halte ich mich weiter aus
dem Kommunalwahlkampf heraus, rufe nicht zur Unterstützung einzelner
Parteien oder Kandidaten auf.
Meine Personen-Kampagne wird mit dem 8. Juni eröffnet, wenn die Stimmen
zur Stadtratswahl ausgezählt werden. Das erste große Ereignis meiner
OB-Kampagne wird dann das Unterstützer- und Unterstützerinnentreffen am
13. Juni um 11.00 – 13.00 im Cafe Hahn sein.
Viele hilfreiche Ideen werden vorgetragen und erörtert. Jeder und Jede
kommt zu Wort. Es ist eine sehr freundschaftliche und konstruktive
Atmosphäre. Das ist schon ungeheuer wohltuend, wenn man bedenkt, dass
viele der Mitglieder dieser  Wählerinitiative im Alltag in verschiedenen
Kreisen und Lebenszusammenhängen verkehren. Das Ziel Joachim
Hofmann-Göttig (JoHo)  zum Oberbürgermeister in Koblenz aber verbindet
über viel Trennendes hinweg. Ein schönes Erlebnis.
 
22:00 Zurück Zuhause: Arbeit am Computer, parallel verfolge ich die
aktuelle Sendung von TV-Mittelrhein, verfasse das Tagebuch und erledige
sehr viele berufliche und private Emails.
 
00:00 Feierabend.

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