06:45 Familienfrühstück, Presseauswertung, dann Jogging-Runde zum
Weindorf.
09:30 Fahrt nach Trier, unterwegs Zeitungsstudium, Erledigung von
Telefonaten, Bearbeitung von Terminakten und Emails.
11:00 Handwerkskammer Trier, Teilnahme zu Ehren des HWK-Präsidenten Rudi
Müller, der zum Präsidenten des Interregionalen Rates der
Handwerkskammern aus Lothringen, dem Saarland, Rheinland-Pfalz und
Luxemburg angehören, gewählt wurde. Ich nehme an der Veranstaltung als
Repräsentant der Landesregierung teil und als Regierungsbeauftragter für
die UNESCO-Welterbestätten, darunter eben auch das römische Trier.
Am Rande der Veranstaltung bietet sich eine gute Gelegenheit zu einem
Gespräch mit dem Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen.
12:30 Mittagessen mit dem Präsidenten der Allgemeinen Dienst- und
Aufsichtsdirektion (ADD) Dr. Peter Josef Mertes. Wir sind langjährige
Freunde schon aus den Zeiten Anfang der 1990er Jahre, als er noch
Mitglied des Landtages war. Wir sprechen intensiv über viele Themen
beidseitigen Interesses: Fortführung der Investitionen in die
Landesmusikakademie Engers, Koblenzer Bundesgartenschau und
Zentralplatzsituation, kommunale Haushaltspolitik, die Rolle der ADD als
Aufsichtsbehörde.
14:30 Bearbeitung unaufschiebbarer Emails und Erledigung eiliger
Telefonate, u.a. mit Wirtschaftsminister Hering über das weitere
Vorgehen bei der Mittelrheinbrücke St. Goar/St. Goarshausen angesichts
der UNESCO-Beschlusslage für die Tagung Ende Juni in Sevilla (vgl.
gestriges Tagebuch). Wir sind uns einig, dass wir für die Brücke kämpfen
wollen.
15:00 Leitung der Sitzung des Aufsichtsrats der Konstantin Ausstellungs-
GmbH. Dem Aufsichtsrat gehören Vertreter/-innen des Landes, der Stadt
Trier und des Bistums Trier an. Wir beschließen die Rechungsprüfung für
das vorige Jahr, die Verteilung der Barmittel auf die Gesellschafter und
schließlich die Liquidierung der GmbH und Entlastung des früheren
Geschäftsführers und heutigen Direktors des Landesmuseums Trier Dr.
Eckart Köhne.
15:45 Dem schließt sich eine Gesellschafterversammlung der drei
genannten Gesellschafter an, in der die Beschlussvorschläge des
Aufsichtsrates bestätigt werden.
Damit schließen sich die Bücher der grandiosen, weltweit beachteten
Konstantin-Ausstellung 2007 mit nicht vorausgesehenen wirtschaftlichen
Erfolgen für die Trierer Wirtschaftskraft und einem enormen
Profilierungsschub auch für Trier und die Trier umgebende Region.
16:00 Fahrt nach Koblenz, unterwegs dringliche Telefonate und
Bearbeitung von Ministeriumsakten.
17:20 Koblenz, Räumlichkeiten der Sparkasse. Vorbesichtigung der
Ausstellung mit Gemälden des Koblenzer Künstlers Ralf Godde, zu der ich
eingeladen wurde, am Abend eine Laudatio zu halten. Es ist immer
sinnvoll, als Akteur einer Ausstellungseröffnung vorher einen Blick auf
die Ausstellungsstücke werfen zu können.
17:35 Koblenz, Besuch mit Essenseinladung bei unserer älteren Tochter
Sonja, die heute ihren 22. Geburtstag im Familienkreis feiert. Erst vor
wenigen Wochen ist sie innerhalb von Koblenz umgezogen, so dass wir
nunmehr auch die fertige, liebevoll eingerichtete Wohnung besichtigen
können. „Jungfernsituation“: Nicht die Eltern richten den
„Kinder“-Geburtstag aus, sondern wir sind Gäste der Jubilarin.
19:00 Sparkasse Koblenz, Ausstellungseröffnung „Rheinreise“ des
Koblenzer Künstlers Ralf Godde.
Oberbürgermeister Dr. Schulte-Wissermann hält die Begrüßungsrede. Nach
dem Wunsch des Künstlers habe ich neuneinhalb Minuten Zeit für eine
Laudatio.
Ich hebe hervor, dass es sich bei Godde um einen Künstler handelt, den
man im besten Sinne des Wortes als „Heimatmaler“ bezeichnen kann. Auch
diese Ausstellung zeigt viele Bilder aus Koblenz und nördlichere
Ausschnitte.
Mir gefällt seine neo-impressionistische Malweise, die noch hinlänglich
gegenständlich ist, zugleich in der Farbgebung abstrakt genug, um von
der naturalistischen Fotografie unterschieden werden zu können.
Das für mich Überraschende dieser Ausstellung des Künstlers, dessen
Werke ich schon wiederholt gesehen habe, ist sein für mich neuer Akzent
auf Porträtmalerei von Persönlichkeiten der Region mit hohem
Wiedererkennungswert.
Ich erwerbe für das Land Rheinland-Pfalz ein Bild von Schloss Engers, in
dem diese Ausstellung auch noch zu sehen sein wird.
Das Programm wird umrahmt vom „Zauberphilosophen Andino“, der mit OB
Schu-Wi und mir noch einen kleinen Spaß einbaut, indem er uns mit
Handschellen aneinander fesselt und vermeintlich die Hände abhakt…
Also, wir haben es beide ohne Verletzungen überlebt…
20:00 Zurück beim Geburtstag unserer älteren Tochter zu einem
vorzüglichen, zusammen mit ihrem Freund selbst gekochtem, sieben
Personen-Familien-Abendessen in guter, entspannender Atmosphäre.
23:15 Zuhause, Bearbeitung der recht umfangreichen beruflichen und
privaten Emails sowie Vollendung dieses Tagebuchs.
00:45 Das Tagewerk ist vollbracht.
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