05:55 Pressesauswertung, Jogging zum Weindorf und zurück, Familienfrühstück.
07:45 Fahrt nach Mainz, unterwegs gründliches Zeitungsstudium, Bearbeitung
von Terminakten und Emails, Erledigung unaufschiebbarer Telefonate.
09:00 Ministeriumsbüro, Bearbeitung von Akten und Emails, Rücksprachen mit
Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Ministeriums u.a. zu den Themen
Mittelrheinbrücke St. Goar/St. Goarshausen sowie zum Kunstkonzept im Rahmen
der Koblenzer Bundesgartenschau.
11:00 Teilnahme an der Pressekonferenz der Landesstiftung Villa Musica,
deren Vorstandsvorsitzender ich bin. Mein Part ist ein ca. fünfzehnminütiges
Statement, in dem ich das Saisonprogramm 2009/10 den anwesenden
Journalistinnen und Journalisten vorstelle.
In ihrer neuen Konzertsaison geht die Villa Musica symbolisch “Auf Reisen”.
So lautet nämlich das Motto der 132 Konzerte zwischen August 2009 und August
2010. In 42 Städten und Gemeinden von Rheinland-Pfalz geht es bei den
Spielprogrammen um berühmte Musiker auf Reisen: Mozart in Italien, Haydn in
London, Schumann am Rhein usw.
Die Schwerpunkte unserer Konzertaktivitäten in Schloss Engers/Neuwied, im
Hambacher Schloss hebe ich besonders hervor sowie die Kinderkonzerte. Die
stets gut besuchten Kinderkonzerte sind deshalb so bedeutsam, weil wir das
hohe Durchschnittsalter unserer Konzertbesucher senken möchten, was am
besten funktioniert, wenn wir auch etwas zur Steigerung des Interesses der
Jüngeren an der Kammermusik unternehmen.
Und was gibt es Schöneres, wenn nicht nur die Erwachsenen/Eltern ihre Kinder
an die Hand nehmen zum Besuch eines Konzertes, sondern im Idealfall es zu
schaffen ist, dass die Kinder ihre Eltern an die Hand nehmen, weil sie gern
in ein Konzert mit Kindern gehen möchten.
12:00 Zurück im Büro erwarten mich zahlreiche Anfragen aus der
Journalistenschaft zum Thema Mittelrheinbrücke, ausgelöst tatsächlich – wie
ich im Gespräch mit den Medienvertretern und Medienvertreterinnen erfahre –
durch meinen Tagebucheintrag vom vergangenen Dienstag (11:15) auf dieser
Homepage.
12:45 Fahrt nach Koblenz, unterwegs führe ich praktisch pausenlos
Telefonate, gebe Presseagenturen, RPR, SWR und der Rheinzeitung
Telefoninterviews. Die Botschaft ist klar:
Die Behauptung, die Landesregierung habe versäumt, der UNESCO die Ergebnisse
der gesamten Umweltverträglichkeitsprüfung der geplanten Brücke vorzulegen,
ist zurück zu weisen. Mit Schreiben vom 3. März 2009 haben wir die englische
Übersetzung der Zusammenfassung des Gutachtens der UNESCO zugeleitet,
verbunden mit dem Angebot, auch die Langfassung übersetzen zu lassen und zu
überstellen, wenn das gewünscht wird. Der Wunsch wurde allerdings nie
geäußert. Daher könne man, so unsere Argumentation, nicht mit diesem
Sachverhalt eine Vertagung der Sachentscheidung begründen.
14:00 Gespräch mit dem Verleger der Rheinzeitung Walterpeter Twer. Im
Mittelpunkt des Gesprächs steht auch hier die Mittelrheinbrücke. Wie die
örtlichen Kammern ist auch Walterpeter Twer aus wirtschaftspolitischer Sicht
von der Notwendigkeit der festen Rheinquerung überzeugt. Er befragt mich zur
aktuellen Situation und zu unserer Strategie für die Beratungen des
Welterbekomitees in Sevilla.
Direkt im Anschluss ergibt sich noch ein Gespräch mit Verlagsleiter Walter
Thul.
16:30 Einem meiner Unterstützer statte ich einen kurzen Besuch ab, da es
noch Einiges für die nächste Zeit zu besprechen gibt.
17:00 Zuhause angekommen, sind weitere Telefonate zu führen und Emails zu
bearbeiten. Ein vorgezogenes Abendessen, bei dem es Spaß macht den Tag
Revuepassieren zu lassen, ist nötig, weil der Anschlusstermin auf der
Festung Ehrenbreitstein winkt.
19:00 Fahrt zur Festung Ehrenbreitstein mit meinem Motorroller. Es ist recht
kalt und Sommergefühle wollen sich nicht so recht einstellen…
19:30 Teilnahme an der Premiere der Open Air Theateraufführung des Theaters
Konradhaus mit einer Aufführung des Stückes von Heinrich Kleist “Der Prinz
von Homburg”.
Ich mag es sehr, wenn auf der Festung Open Air Theater gespielt wird, weil
die Atmosphäre einzigartig schön ist und die “alten Gemäuer” lebendig
werden. Sie sind nicht nur zum Gucken, sondern zum Erleben im wahrsten
Sinnes des Wortes. Aber kalt ist es auch dort und ich bin froh über meinen
dicken Mantel, den ich angezogen habe.
Das Stück ist gut und in der Pause gibt es reichlich Gelegenheit für nette
Gespräche. An der Premierenfeier beteilige ich mich allerdings nicht, weil
noch einige Arbeit Zuhause auf mich wartet.
22:00 Zurück Zuhause verfolge ich die aktuelle Sendung von TV-Mittelrhein,
sehe im Internet nachgezeichnet die 19:45 Uhr- Sendung von SWR
“Rheinland-Pfalz aktuell”, verfolge im Internet die aktuellen Meldungen der
Presseagenturen zur Mittelrheinbrücke, bearbeite meine mehr als 50
eingetroffenen Emails und schreibe das heutige Tagebuch.
00:30 Feierabend.
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